Wirtschaft

Tausende Saisonarbeiter gesucht Amazon wappnet sich für Weihnachtsgeschäft

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Insgesamt sollen in den neun Logistikzentren 10.000 Mitarbeiter befristet eingestellt werden.

(Foto: dpa)

Auch in diesem Jahr sucht Versandriese Amazon wieder nach Tausenden Saisonarbeitern für das Weihnachtsgeschäft. Nach zuletzt herber Kritik verspricht das Unternehmen nun höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und sogar Jobs für Flüchtlinge.

Der Versandhandelsriese Amazon will für sein Weihnachtsgeschäft in Deutschland wieder Tausende Saisonkräfte engagieren. Insgesamt würden in den neun Logistikzentren 10.000 Mitarbeiter befristet eingestellt, teilte das Unternehmen in München mit. Geboten würden "gute Arbeitsplätze mit sehr wettbewerbsfähigen Löhnen". Amazon befindet sich wegen der Bezahlung in seinen Logistikzentren im Dauerkonflikt mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

Das Unternehmen betonte erneut, die Entlohnung der Logistikmitarbeiter liege "am oberen Ende dessen, was in vergleichbaren Jobs bezahlt wird". Nach Lohnerhöhungen werde nun an allen deutschen Standorten mindestens zehn Euro brutto die Stunde gezahlt. Saisonarbeiter erhielten den gleichen Basislohn wie feste Mitarbeiter und ebenfalls Zusatzleistungen. Außerdem gebe es in jedem Logistikzentrum eine Kantine, "die gesundes und preiswertes Essen anbietet".

Bislang kein Tarifvertrag in Deutschland

Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft will Amazon den Angaben zufolge auch Flüchtlinge einstellen. Das Unternehmen arbeite eng mit den jeweiligen Arbeitsagenturen an den Standorten zusammen, "um Flüchtlingen schnell und unbürokratisch in der Weihnachtszeit eine saisonale Tätigkeit anzubieten".

In den deutschen Amazon-Versandzentren wird seit April 2013 immer wieder gestreikt - 2014 war auch das Weihnachtsgeschäft betroffen. Verdi will für die Beschäftigten Verträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Der US-Konzern weigert sich aber bislang, einen Tarifvertrag für seine Mitarbeiter in Deutschland auszuhandeln, und orientiert sich bei der Bezahlung an der Logistikbranche.

Quelle: n-tv.de, jja/AFP

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