Wirtschaft

Heimat von James Bond und Rocky Amazon will Filmstudio MGM übernehmen

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Schauspieler Daniel Craig als Agent 007 in der Blockbuster-Hoffnung "No Time to Die".

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Versandriese Amazon liebäugelt offenbar mit einem Kauf von MGM. Das strauchelnde Filmstudio könnte das Streamingangebot des Onlinehändlers mit einigen Klassikern bereichern. Unter anderem hält MGM die Rechte an James Bond, Rocky und Terminator.

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon will sich Medienberichten zufolge mit dem Filmstudio MGM verstärken. Wie das Nachrichtenportal The Information berichtet, laufen derzeit Gespräche mit dem Studio, zu dem das James-Bond-Franchise gehört und das über eine große Film- und Serienbibliothek verfügt. Das Studio habe einen Verkaufspreis von neun Milliarden Dollar angesetzt, schrieb die "New York Times". Zugleich heißt es schon seit Monaten, MGM suche nach einem Käufer. Auch Apple und der Universal-Eigentümer Comcast sollen sich MGM angeschaut und den Höchstpreis bei sechs Milliarden Dollar gesehen haben.

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Amazon könnte mit einer Übernahme sein Streamingangebot deutlich ausweiten. Dem 1924 gegründeten Hollywood-Studio, das für sein Firmenlogo mit dem brüllenden Löwen bekannt ist, gehört die gesamte James-Bond-Filmbibliothek. Zudem betreibt MGM den Kabelkanal Epix. Darüber hinaus produziert das Studio bekannte Fernsehserien wie "The Handmaid's Tale", "Fargo" und "Vikings". Auch die "Rocky"- und "Terminator"-Reihe gehören zum Portfolio.

MGM ist eines der wenigen Hollywood-Studios, das nicht Teil eines Großkonzerns ist. Größter Anteilseigner ist der Hedgefonds Anchorage Capital, der nach der Finanzkrise ab 2010 in die strauchelnden MGM-Studios investierte. Das Filmstudio hat wie der Rest der Branche in der Pandemie unter geschlossenen Kinos zu leiden, der Start der Blockbuster-Hoffnung "No Time to Die" aus der James-Bond-Reihe musste bereits mehrfach verschoben werden.

Dagegen boomt mit fehlenden Ausgehmöglichkeiten in Nordamerika und Europa das Video-Streaming zu Hause. Die Anbieter investieren mittlerweile neben dem Ankauf von Lizenzen auch viel Geld in eigene Produktionen. Amazon etwa schraubte die Ausgaben für Inhalte vergangenes Jahr von 7,8 auf 11 Milliarden Dollar hoch.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/DJ

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