Wirtschaft

Verkaufsverbot für iPhone in Peking Apple verletzt angeblich chinesisches Patent

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Hier dürfen auch Handtaschen "Iphone" heißen. Den Verkauf seiner Telefone soll Apple dagegen in Peking vorerst stoppen.

(Foto: dpa)

China dreht den Spieß mal um. Eine Behörde entscheidet, dass der US-Konzern Apple das Design fürs iPhone 6 bei einem chinesischen Konkurrenten abgekupfert haben soll.

Apple muss sich im Schlüsselmarkt China mit einem Patentstreit um seine iPhones auseinandersetzen. Das Büro für geistiges Eigentum in Peking entschied, dass das iPhone 6 und das größere iPhone 6 Plus Design-Schutzrechte des chinesischen Smartphone-Anbieters Baili verletzten, weil sich die Geräte zu sehr ähnelen.

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Die Folgen der Entscheidung, die nur für die chinesische Hauptstadt gilt, blieben zunächst unklar. Die betroffenen iPhone-Modelle, die bereits im Herbst 2014 auf den Markt kamen, sind noch in vielen Läden in Peking erhältlich. Doch das Verkaufsverbot in Peking ist nur einer von vielen Rückschlägen, die Apple jüngst in China hinnehmen musste.

Bis vor kurzem war die Volksrepublik der größte Wachstumsmarkt für die iPhones, während sich das Absatzwachstum von Smartphones weltweit deutlich verlangsamt. Zuletzt allerdings brachen Apples Verkäufe in China stark ein. Mehrere Behördenentscheidungen machen dem Konzern derzeit das Leben in dem Land schwer. Unter anderem musste er iTunes Filme und iBooks schließen. Im vergangenen Monat verloren die Kalifornier in der Volksrepublik zudem die Exklusivrechte an der Marke "iPhone". Ein Pekinger Gericht beschloss, dass auch ein chinesischer Taschenhersteller den Namen nutzen darf.

Die Behörde hatte die Mitteilung über den Patenverstoß bereits im Mai veröffentlicht, sie bekam aber erst jetzt breite Aufmerksamkeit. Die beiden Versionen des iPhone 6 könnten bei der für Herbst erwarteten Vorstellung der nächsten Generation mit demselben Design vom Markt genommen werden. Das aktuelle Modell ist das modifizierte iPhone 6s.

Apple teilte mit, dass es die Entscheidung des Büros für geistiges Eigentum angefochten habe. Das Verkaufsverbot ist aus Sicht des Unternehmens damit zunächst aufgeschoben.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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