Wirtschaft

Belastungen durch Corona-Krise Arko, Eilles und Hussel beantragen Insolvenz

imago0098857785h.jpg

Für die Holding arbeiten rund 1600 Menschen; sie hat bundesweit rund 300 Filialen der Marken Arko, Hussel und Eilles.

(Foto: imago images/Christoph Worsch)

Erst im September 2018 hatte Arko mit Eilles das Süßwarenfachgeschäft Hussel übernommen. Die Hoffnung auf ein gemeinsames Wachstum hat sich in der Corona-Pandemie nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Süßwarenkette ist zahlungsunfähig.

Die Corona-Krise bringt nun auch namhafte Süßwarengeschäfte in Bedrängnis: Die zur Deutschen Confiserie Holding (DCH) gehörenden Fachhändler Arko, Eilles und Hussel haben beim Amtsgericht Norderstedt in Schleswig-Holstein vorläufige Insolvenz in Eigenregie beantragt.

Der Geschäftsbetrieb der auf Süßwaren, Kaffee und Tee spezialisierten Geschäfte solle in vollem Umfang weitergeführt werden, teilte der Geschäftsführer der DCH-Gruppe, Patrick G. Weber, am Montag mit. Das Amtsgericht sei den Anträgen gefolgt. Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, teilten die beiden vorläufigen Sachwalter Dietmar Penzlin und Tjark Thies mit.

Grund für den Schritt seien die Belastungen durch die Corona-Krise. DCH betreibt nach eigenen Angaben unter den Marke Arko, Eilles und Hussel bundesweit rund 300 eigene Filialen, weitere Filialen und Franchisebetriebe in Österreich und Tschechien sowie rund 4000 Verkaufsstellen im Lebensmitteleinzelhandel und in Bäckereien. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 1600 Mitarbeiter und erreichte zuletzt einen Jahresumsatz von 140 Millionen Euro.

Arko mit Eilles hatte im September 2018 Hussel übernommen. Der Zusammenschluss sollte "attraktive Größenvorteile" und "Grundlage für gemeinsames Wachstum" bilden. Arko war 1948 in Wahlstedt in Schleswig-Holstein gegründet worden, Hussel 1949 in Hagen. Eilles hatte Arko schon 2016 von J.J. Darboven übernommen.

Quelle: ntv.de, jki/dpa