Wirtschaft

Griechen hoffen auf Aufschwung Athen erwartet 2017 deutliches Wachstum

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Glorreiche Vergangenheit, prekäre Gegenwart: In Griechenland kann es nur eigentlich nur noch bergauf gehen.

(Foto: REUTERS)

Geht es nach Jahren existenzieller Krisen endlich wieder bergauf mit Griechenland? Ja, sagt die Regierung und veranschlagt in ihrem Haushalt für das kommende Jahr ein sattes Plus von 2,7 Prozent Wirtschaftswachstum. Doch die Beschäftigung wächst kaum.

Das rezessionsgeplagte Griechenland wittert wieder Morgenluft. Die Regierung in Athen erwartet laut ihres Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. Grund seien die wieder anziehende Inlandsnachfrage und neue Investitionen, heißt es. Die griechische Wirtschaft hatte im Sommer spürbar zugelegt.

Von Juli bis September kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 Prozent zum Vorquartal. Damit steigen nach Ansicht von Ökonomen die Chancen, dass 2016 doch noch ein kleines Wachstum gelingt. Die EU-Kommission ging nach bisheriger Schätzung davon aus, dass das griechische BIP im Gesamtjahr um 0,3 Prozent schrumpfen wird und damit - nach einer kurzen Erholung - das zweite Jahr in Folge.

Hilfspaket währt noch bis 2018

Von 2008 bis 2013 war das BIP Jahr für Jahr gesunken und nur 2014 leicht gestiegen. Im kommenden Jahr will die Regierung einen Primärüberschuss - also unter Herausrechnung des Schuldendienstes - von zwei Prozent des BIP erzielen nach anvisierten 1,1 Prozent in diesem Jahr.

Die Staatsverschuldung in Relation zur Wirtschaftsleistung dürfte den Plänen zufolge um vier Punkte auf 176,5 Prozent sinken. Zugleich wird ein Rückgang der Arbeitslosenquote auf 22,6 Prozent erwartet von 23,7 Prozent 2016. Mit Privatisierungen will Griechenland im nächsten Jahr rund zwei Milliarden Euro einnehmen.

Das Land hängt weiter am Finanztropf seiner Euro-Partner. Das aktuelle Hilfspaket läuft bis 2018 und sichert dem Land bis zu 86 Milliarden Euro an Krediten zu - als Gegenleistung für Reformen.

Quelle: n-tv.de, shu/rts

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