80 Filialen, 1200 BeschäftigteAutohaus-Kette König ist insolvent

Im 61. Jahr ihres Bestehens gerät die Autohaus-Kette König bedrohlich in Schieflage. Ein Insolvenzverfahren soll das Unternehmen nun in sicheres Fahrwasser zurückbringen. Was das für die mehr als 1000 Beschäftigte bedeutet, ist noch unklar.
Die Autohauskette König hat Insolvenz beantragt. Das Berliner Unternehmen hatte den Antrag beim Amtsgericht Charlottenhof eingereicht, wie das Gericht mitteilte. Das Gericht bestellte einen Insolvenzverwalter ein und richtete einen vorläufigen Gläubigerausschuss ein - unter anderem mit Vertretern von Renault, Stellantis Bank, Euler Hermes und der Bundesagentur für Arbeit.
Autohaus König betreibt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 80 Standorte. Das Unternehmen wurde 1966 in Berlin gegründet und wuchs mit einem Reparaturbetrieb und dem Gebrauchtwagenhandel an. "Seit den 80er-Jahren ist das Autohaus König offizieller Vertragspartner von Renault, womit die eigentliche Erfolgsgeschichte der Autohandelsgruppe ins Rollen kommt", hieß es auf der Internetseite des Unternehmens.
Besonders in Ostdeutschland unterhält das Unternehmen viele Standorte - gut 30 allein in Berlin und Brandenburg. In der Krise der deutschen Autoindustrie musste zuletzt auch der Handel mit Kraftwagen Umsatzeinbußen hinnehmen.
Das Portal Autohaus.de zitiert die Geschäftsführung mit den Worten, dass man "bis zuletzt intensiv um eine Lösung außerhalb der Insolvenz gerungen", habe. Der nun gewählte Weg biete die Chance, "eine geordnete und klare Struktur für unser Unternehmen zu schaffen. Die Autohaus König Gruppe beschäftige mehr als 1200 Mitarbeiter.