Wirtschaft

Kunststoffe für Boom-Region BASF baut neues Werk in China

BASF verkleinert Vorstand. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Archivbild

Von 2022 an soll die neue Anlage für technische Kunststoffe die wachsende Nachfrage besonders in Industriebereichen wie Auto, Elektronik und Elektromobilität bedienen.

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Im Juli 2018 war die Absichterklärung, jetzt ist endlich Spatenstich: Für umgerechnet rund zehn Milliarden US-Dollar baut BASF seine Präsenz wie geplant im südchinesischen Guangdong aus. Die Provinz ist laut dem deutschen Chemieriesen "ein idealer Standort".

Der Chemiekonzern BASF hat den Startschuss für den Bau eines neuen großen Produktionsstandortes in Südchina mit einem Investitionsvolumen von zehn Milliarden US-Dollar gegeben. Das Verbundprojekt in Zhanjiang in der Provinz Guangdong soll technische Kunststoffe und thermoplastisches Polyurethan (TPU) produzieren, um den steigenden Bedarf von Wachstumsindustrien im südchinesischen Markt und in Asien zu bedienen.

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Der Anteil Chinas an der weltweiten Chemieproduktion wird nach Einschätzung des Konzerns bis zum Jahr 2030 auf die Hälfte ansteigen. Auch ist Chinas Boomprovinz Guangdong ein besonders schnell wachsender Markt. "Wir wollen das Wachstum unserer Kunden in Südchina mit innovativen Produkten und nachhaltigen Lösungen unterstützen", sagte BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller. Zhanjiang, das einen Tiefseehafen und gute Verkehrsanbindungen besitzt, sei "ein idealer Standort", sagte BASF-Chinachef Stephan Kothrade.

Von 2022 an soll die Anlage für technische Kunststoffe in Zhanjiang eine Kapazität von 60.000 Tonnen im Jahr produzieren, um die wachsende Nachfrage besonders in Industriebereichen wie Auto, Elektronik und Elektromobilität zu bedienen. Damit steigt die BASF-Gesamtkapazität im Asien-Pazifikraum auf 290.000 Tonnen im Jahr. Der Verbundstandort ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BASF.

Beide Seiten hatten bereits im Juli 2018 das Vorhaben im Rahmen einer Absichtserklärung bekräftigt. Es sei die größte Investition des Chemieriesen und würde in Alleinverantwortung betrieben, hatte BASF mitgeteilt. Weltweit betreibt der Konzern derzeit sechs Verbundstandorte, jeweils zwei in Europa, Nordamerika und Asien.

Quelle: ntv.de, ddi/dpa