Wirtschaft

Interner Bericht BER-Bauende 2018 "stark gefährdet"

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Aller Tage Abend am BER?: Erst sickern Berichte durch, dann wird verschoben.

(Foto: picture alliance / Ralf Hirschbe)

Es ist eigentlich wie immer: Kurz bevor der Eröffnungstermin für den BER stehen soll, häufen sich die Hiobsbotschaften. Ein Starttermin ist ungewiss. Müssen sich die Betreiber nun auch vom Plan für die Fertigstellung verabschieden? Ein Sprecher wiegelt ab.

Erst vergangene Woche hatte ein TÜV-Bericht Zweifel an einem baldigen Eröffnungstermin für den BER geweckt. Jetzt gibt es offenbar noch mehr Probleme auf der Baustelle, die möglicherweise auch das Bauende 2018 in Frage stellen. An diesem Termin hatte die Betreibergesellschaft bislang festgehalten hat.

Wie die "Bild am Sonntag" und die "Berliner Morgenpost" berichten, warnt das für die Terminplanung zuständige Ingenieurbüro RKS, der angestrebte Fertigstellungstermin im August 2018 sei "ohne frühzeitige Gegensteuerung bei den eintretenden Störungen stark gefährdet". Mindestens zehn Risiken lägen direkt auf oder dicht am "kritischen Weg", heißt es demnach im aktuellen RKS-Wochenreport.

Ein Flughafensprecher bestätigte den Bericht. Er betonte jedoch, das Ingenieurbüro sei vom Flughafen selbst beauftragt, die Abläufe zu beobachten. "Insofern sind die Prozesse nicht in Gefahr. Im Gegenteil dient der Blick von außen dazu, die Prozesse erfolgreicher zu gestalten", so der Sprecher.

Der Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte in Aussicht gestellt, dass die Bauarbeiten am Pannenflughafen am 31. August 2018 abgeschlossen sein sollten. Ein TÜV-Bericht offenbarte in der vergangenen Woche jedoch erneut Mängel in einer Reihe von sicherheitsrelevanten Anlagen für den Brandschutz. 

Am 15. Dezember will der Flughafenchef eigenen Angaben zufolge einen "unternehmerisch verantwortlichen Termin zur Inbetriebnahme" nennen. Es wäre der siebte Termin seit 2011. Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement wurde der Start des drittgrößten deutschen Flughafens immer wieder verschoben.

Quelle: n-tv.de, ddi/dpa

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