Wirtschaft

Zu hohe Erwartungen BMW-Aktie rutscht trotz Rekordjahrs ab

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Nach dem fünfprozentigen Kurssprung gestern hatten Händler mit positive Überraschungen bei der Bilanz gerechnet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Gestern noch der große Dax-Gewinner, rutschen BMW-Papiere heute mit Verlusten weit nach unten. Dabei verkündet der Münchner Autobauer ein neues Rekordergebnis. Den Grund für den Absturz vermuten Händler daher woanders.

Zwar hat Autobauer BMW im vergangenen Jahr so viel Gewinn gemacht wie noch in seiner Geschichte - dennoch verlassen Anleger die Aktie und schicken das Papier auf Talfahrt: Bis zum Mittag verliert der Titel 1,8 Prozent an Wert und landet damit auf den hinteren Plätzen im Dax. Dabei standen sie gestern noch mit einem Plus von 5 Prozent an der Spitze des Leitindex.

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"Grob inline, aber nach der Rally gestern reicht das nicht ganz", heißt es im Handel zu den BMW-Zahlen in einer ersten Einschätzung. Im Prinzip lägen alle Hauptkennzahlen "grob im bis leicht unterhalb" der Erwartungen. "Nach dem fünfprozentigen Kurssprung gestern hätte es zumindest ein paar positive Überraschungen geben sollen", sagt ein Händler. Die Vorschusslorbeeren seien wohl etwas zu hoch ausgefallen. Daher seien die aktuellen Gewinnmitnahmen in der Aktie verständlich.

So läge der Dividendenvorschlag von 2,90 Euro unter der Erwartung von 2,92 Euro, Vor- und Nachsteuer-Ergebnisse ebenfalls sehr leicht darunter. Der Ausblick auf einen weiteren Umsatzanstieg sei zwar gut, beim Margenwachstum habe man sich aber "ein paar Basispunkte mehr" erhofft. BMW konnte die Ebit-Marge im Auto-Segment auf 9,6 nach 9,4 Prozent im Vorjahr steigern. Am Markt habe man mit 9,7 Prozent gerechnet.

Dennoch dürfe man die Daten "keinesfalls als schlecht oder enttäuschend" bezeichnen, sagt ein anderer Händler. Sie untermauerten das starke Wachstum der Münchener, lediglich die kurzfristigen Markterwartungen seien etwas zu hoch gewesen. "Falls der Gesamtmarkt wieder nach oben dreht, sollte es auch hier wieder aufwärts gehen", so der Händler weiter.

Quelle: ntv.de, kst/DJ

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