Wirtschaft

Neues Bündnis im Autobau BMW und Daimler stecken die Köpfe zusammen

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Ein mögliches Einsatzfeld von vielen: Daimler arbeitet mit Bosch bereits an autonom fahrenden E200.

(Foto: picture alliance / Marijan Murat)

Bewegung im deutschen Autobau: Die beiden Hersteller Daimler und BMW loten Insidern zufolge neue Wege der Zusammenarbeit aus. Einem Bericht zufolge geht es dabei vor allem um die Entwicklung von Roboter-Autos.

Die beiden deutschen Automobilkonzerne Daimler und BMW prüfen einem Zeitungsbericht zufolge eine umfangreiche Kooperation beim autonomen Fahren. Daimler-Entwicklungschef Ola Källenius und BMW-Chef Harald Krüger führten entsprechende Gespräche, berichtet das "Handelsblatt". Die Zeitung beruft sich auf Angaben aus Unternehmenskreisen.

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Geprüft werde eine Zusammenlegung der Entwicklungsaktivitäten, heißt es. Sogar Patente könnten sich die Unternehmen gegenseitig offenlegen. Mit der Zusammenarbeit wollen die beiden Hersteller die milliardenschweren Entwicklungskosten beim Zukunftsthema autonomes Fahren senken und einen Industriestandard etablieren. Offiziell wollten sich die beiden Konzerne nicht dazu äußern.

An der Börse löste der Bericht größeres Aufsehen aus: Sowohl Daimler als auch BMW drohen beim autonomen Fahren ins Hintertreffen zu geraten. US-Schwergewichte wie Google experimentieren auf diesem Gebiet bereits seit Jahren mit eigenen Entwürfen. Auch das US-Militär investiert größere Summen, um beispielsweise Nachschub-Lkw fit für den fahrerlosen Transport von Munition oder Treibstoff durch gefährdete Gebiete zu machen.

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Die Aussicht auf eine schlagkräfte Kooperation könnte die Aktienkurse der beiden Autobauer anschieben, hieß es am Morgen. Die Aktien von BMW könnten nun in den oberen Bereich der Handelsspanne zwischen 70 und 75 Euro laufen, meinte ein Händler. Zuletzt notierten die BMW-Aktien bei 73,34 Euro. Anteilsscheine von Daimler waren vor dem Wochenende bei 50,89 Euro aus dem Handel gegangen.

Erst vergangene Woche hatte Volkswagen bekannt gegeben, gemeinsam mit Ford bei der Zukunft der Elektromobilität eng zusammenarbeiten zu wollen. Der größte europäische Autobauer und die Nummer zwei in den USA gaben auf der Detroiter Automesse eine globale Allianz bekannt, die sich zunächst auf die gemeinsame Entwicklung von Transportern und Pick-ups erstreckt, um kurzfristig Einsparungen zu erzielen. Später soll der Bund auf selbstfahrende Autos, Mobilitätsdienste und Elektroautos ausgeweitet werden.

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Quelle: n-tv.de, mmo/rts