Wirtschaft

Steuersenkung auf Ferntickets Bahn erwartet keine Softwareprobleme

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Etwa um zehn Prozent sollen ab Januar die Ticketpreise auf Fernverbindungen sinken.

(Foto: imago images/Martin Bäuml Fotodesign)

Zum Jahreswechsel sinkt die Mehrwertsteuer auf Tickets für Fernzüge. Einen Test der Umstellung absolviert die Bahn erfolgreich - und erwartet deshalb auch am 1. Januar keine Probleme.

Die Deutsche Bahn wird die Mehrwertsteuersenkung für Fernverkehrstickets zum Jahreswechsel nach eigenen Angaben ohne Probleme umsetzen können. "Die Generalprobe für die Umstellung der entsprechenden Datensysteme am Wochenende lief problemlos", sagte ein Bahnvertreter dem Sender HR-Info. Rechner und Software hätten die neue Situation erfolgreich bewältigt. "Nun sind die neuen Fernverkehrs-Preise gesichert", fügte er hinzu.

Der Bundesrat hatte erst am Freitag beschlossen, im Rahmen des Klimapaketes die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets der Bahn zu senken. Ab 1. Januar sind es dann statt wie bislang 19 nur noch sieben Prozent. Dadurch sinkt der Preis für Fernzugtickets um etwa zehn Prozent. Kritiker hatten allerdings die Befürchtung geäußert, die Bahn könne aufgrund von Softwareproblemen nicht imstande sein, die Senkung der Mehrwertsteuer an die Fahrgäste weiterzugeben.

Die Mehrwertsteuersenkung im Fernverkehr ist Teil des Klimapakets der Bundesregierung und soll den Verkehrsträger Schiene stärken. Nach Angaben der Bahn rechnet der Konzern dadurch mit einem jährlichen Plus von fünf Millionen Fahrgästen. Bahn-Chef Richard Lutz hatte am Freitag nach der Bundesratsentscheidung betont, dass die Bahn nun "Millionen Kunden" im Fernverkehr "pünktlich zum 1. Januar noch attraktivere Ticketpreise im klimafreundlichsten Verkehrsmittel anbieten" könne.

Künftig soll durch die Mehrwertsteuersenkung beispielsweise ein 119-Euro-Ticket, das sich derzeit aus einem Nettoticketpreis von 100 Euro und 19 Euro Mehrwertsteuer zusammensetzt, 107 Euro kosten. Die Preisdifferenz von zwölf Euro entspricht einer Preissenkung von rund zehn Prozent.

Quelle: ntv.de, mli/AFP