Wirtschaft

Klage gegen Airlines Bahn schart Verbündete hinter sich

Im Streit mit den Fluggesellschaften wegen eines Luftfracht-Kartells erhält die Deutsche Bahn Unterstützung anderer Unternehmen. Bei einer Schadenersatzklage des Staatskonzerns geht es im Milliarden.

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Schaden für DB Schenker.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutsche Bahn meldet Unterstützung für ihre milliardenschwere Schadenersatzklage gegen Fluggesellschaften wegen eines Luftfracht-Kartells. Mehrere Großunternehmen hätten sich der Klage angeschlossen, sagte eine Bahn-Sprecherin.

Dabei gehe es um Schadenersatz in Höhe von insgesamt fast drei Milliarden Euro. Um welche Firmen es sich handelt, wollte die Sprecherin nicht sagen. Die Bahn sieht ihre Frachttochter DB Schenker durch Absprachen der Airlines über Kerosin- und Sicherheitszuschläge geschädigt.

Allein beim Landgericht Köln pocht der Staatskonzern auf nahezu 1,8 Milliarden Euro von zehn Fluggesellschaften, darunter die Lufthansa. Der Leiter der Bahn-Kartellrechtsabteilung, Christopher Rother, hatte Anfang Dezember erklärt, die Lufthansa sei für zehn bis 20 Prozent des Schadens verantwortlich. Außerdem verlangt die Bahn in den USA von sieben weiteren Airlines mindestens weitere 300 Millionen Euro.

Die Preisabsprachen zwischen 1999 und 2006 waren bereits vor rund sieben Jahren aufgeflogen und hatten in vielen Ländern Strafen der Wettbewerbsbehörden nach sich gezogen. So verhängte die EU im Jahr 2010 Strafe von insgesamt rund 800 Millionen Euro. In den USA summierten sich die Bußgelder auf etwa 1,5 Milliarden Dollar. Die Lufthansa kam als Kronzeugin bisher um Zahlungen herum.

Quelle: n-tv.de, wne/rts