Wirtschaft

Trotz niedrigeren EZB-Leitzinses Banken schlagen beim Dispo zu

Die hohen Dispozinsen der Banken bleiben ein Ärgernis. Nach der jüngsten Zinssenkung durch die EZB sind lediglich vier Geldinstitute mit dem Dispo runtergegangen. Einem Medienbericht zufolge liegt der Dispozins in Deutschland im Durchschnitt bei 10,51 Prozent.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Auch rund drei Wochen nach der Leitzinssenkung der Europäischen Z entralbank (EZB) auf ein historisches Tief haben die meisten Banken nach einem Medienbericht ihre Dispozinsen nicht herabgesetzt. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Befragung der Institute berichtete, senkten nur vier Banken ihre Zinsen: die Deutsche Bank, die Norisbank, die Berliner Bank und die Comdirect Bank. Die Santander Consumer Bank sowie ihre Tochter Santander Bank wollten am 1. Juli folgen.

Die restlichen Institute planten vorerst keine Anpassung, hieß es in dem Bericht. Sie gaben demnach an, sie hätten ihre Dispozinsen nicht direkt an die EZB gekoppelt und sähen daher keinen Grund für eine Senkung. Im Durchschnitt liegt der Zins laut dem Bericht derzeit bei 10,51 Prozent.

Im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise hatte die Europäische Zentralbank Anfang Mai ihren Leitzins für die Eurozone auf nur noch 0,5 Prozent gesenkt. Zu diesem Satz können sich Geschäftsbanken seitdem bei der Notenbank Geld leihen - etwa um es als Kredite ihren Kunden zur Verfügung zu stellen. Es gibt für sie aber keine Pflicht, niedrigere Zinsen der EZB an Verbraucher und Unternehmen weiterzugeben.

Dispozinsen werden fällig, wenn ein Bankkunde kein Geld mehr auf dem Girokonto hat, es aber innerhalb eines vorher mit der Bank vereinbarten Rahmens weiter belastet. Wird dieser Rahmen gesprengt, werden zudem Überziehungszinsen fällig, die in der Regel nochmals deutlich höher liegen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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