Wirtschaft

Beziehungen zu Russland Banken sollen Trumps Interessen offenbaren

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Trumps mögliche finanzielle Beziehungen zu Russland beschäftigen das Repräsentantehaus um Sprecherin Nancy Pelosi.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für Donald Trump sind die Ermittlungen zu möglichen Beziehungen nach Russland eine "Hexenjagd". Das US-Repräsentantenhaus lässt jedoch nicht locker - und lädt neben der Deutschen Bank acht weitere Geldinstitute vor, die Aufschluss über die Interessen des US-Präsidenten geben sollen.

Insgesamt neun Großbanken inklusive der Deutschen Bank haben eine Vorladung von den Demokraten im US-Repräsentantenhaus bekommen, um Licht in die finanziellen Interessen von US-Präsident Donald Trump zu bringen. Auf der Liste stehen sechs US-Banken und drei internationale Geldhäuser, wie mehrere mit der Sache vertraute Personen dem "Wall Street Journal" sagten.

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Dabei handele es sich um JP Morgan Chase & Co., Citigroup Inc., Morgan Stanley, Wells Fargo & Co., Bank of America und Capital One Financial Corp. Ferner stehen darauf die Deutsche Bank, Royal Bank of Canada und Toronto-Dominion Bank. Bislang war nur bekannt, dass die Deutsche Bank und mehrere andere Finanzinstitute vorgeladen wurden, nicht aber die Namen der anderen Banken oder wie viele insgesamt betroffen waren.

In der vergangenen Woche hatte Maxine Waters, Demokratin aus Kalifornien und Vorsitzende des Ausschusses für Finanzdienstleistungen im Repräsentantenhaus, in einer Anhörung die Chefs der größten US-Banken - unter anderem JP Morgan, Citigroup, Morgan Stanley und Bank of America - mit Nachdruck befragt, ob die Banken Konten mit Verbindungen zu illegalen russischen Geschäften oder Einzelpersonen gefunden hätten.

Die beiden von den Demokraten geleiteten Ausschüsse, die mit der Untersuchung betraut sind - der Ausschuss für Finanzdienstleistungen und der Geheimdienstausschuss - hatten sich früh auf die Deutsche Bank konzentriert. Diese teilte bereits in den vergangenen Tagen mit, sie sei in einem "produktiven Dialog" mit den Ausschüssen.

Trump beklagt "Belästigungen des Präsidenten"

Die Beziehung der Deutschen Bank zu Trump reicht Jahrzehnte zurück. Seit 1998 hat die Bank Darlehen in Höhe von mindestens 2,5 Milliarden US-Dollar an mit Trump verbundene Unternehmen vergeben, wie das Wall Street Journal berichtete. Die anderen Banken wollten die Informationen nicht kommentieren oder waren nicht für einen Kommentar erreichbar.

Trump selbst hat jegliches Fehlverhalten von sich gewiesen und die Untersuchungen als "Belästigungen des Präsidenten" bezeichnet. US-Justizminister William Barr will heute eine teilweise geschwärzte Version des Berichts von Sonderermittler Robert Mueller zur möglichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 und Verbindungen zur Trump-Kampagne veröffentlichen.

Quelle: n-tv.de, mba/DJ