Wirtschaft

Dänemark übt sich in Geduld Bau des Fehmarnbelt-Tunnels verzögert sich

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Der Fehmarnbelt-Tunnel wäre mit 17,6 Kilometern Länge der größte Unterwassertunnel für den Schienen- und Straßenverkehr weltweit. Mit dem Auto soll er in zehn, mit dem Zug in sieben Minuten durchfahren werden können.

(Foto: picture alliance / dpa)

Dänemark finanziert den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels allein, Deutschland muss nur die Bahnverbindung auf deutscher Seite bezahlen. Trotzdem sind es die deutschen Vorgaben, die die Arbeiten ins Stocken bringen.

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Der Fehmarnbelt-Tunnel soll die schleswig-holsteinische Ostseeinsel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden.

Für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels nach Deutschland braucht Dänemark noch mehr Geduld. Die Planung des Milliardenprojektes werde sich um mindestens ein halbes Jahr verzögern, erklärte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer nach einem Gespräch mit Dänemarks Ressortchef Ole Birk Olesen. Der deutsche Planfeststellungsbeschluss werde nicht mehr wie bisher vorgesehen 2017 kommen, sondern frühestens Mitte 2018.

Als Gründe für die weitere Verzögerung nannte Meyer Nacharbeiten bei der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S, das Ausmaß der zu bearbeitenden 12.600 Einwendungen aus Deutschland sowie verspätet eingegangene Stellungnahmen des Umweltministeriums in Kiel und des Umweltbundesamtes zu Folgen des Tunnelbaus für Schweinswale.

"Das ist sehr ärgerlich", sagte Meyer dazu, dass diese Stellungnahmen erst im November eintrafen und nicht wie geplant im September.  Nach seiner Schätzung wird das Bundesverwaltungsgericht zwei Jahre brauchen, bis es die erwarteten Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss abgearbeitet hat.

Dänemark nimmt's sportlich

Der dänische Minister Olesen sagte, der Tunnelbau könne sofort nach Abschluss der deutschen Genehmigungsverfahren beginnen. Er bekundete Respekt für die Verhältnisse in Deutschland, wo erst "jeder Stein umgedreht und jeder Grashalm begutachtet" werde. Es gebe nun einmal unterschiedliche Traditionen und Restriktionen.

Dänemark finanziert den Tunnelbau allein. Deutschland muss nur für die Bahnanbindung auf deutscher Seite aufkommen. Die geplante rund 18 Kilometer lange Verbindung steht aber vor allem bei Naturschützern in Deutschland in der Kritik.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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