Wirtschaft

Weltweit 12.000 Entlassungen Bayer konkretisiert Pläne für Stellenabbau

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Bereits im Dezember gab es Proteste der Belegschaft gegen die Stellenstreichungen.

(Foto: imago images / Deutzmann)

Bayer streicht in den kommenden Jahren insgesamt 12.000 Stellen - 4500 davon allein in Deutschland. Betroffen sind vor allem die Bereiche Medikamentenforschung sowie -herstellung. Mitarbeiter sollen Abfindungen erhalten oder in Frührente gehen.

Der Chemieriese Bayer hat konkrete Pläne zum Abbau von 4500 Stellen in Deutschland vorgelegt. Der Konzern hatte die Stellenstreichungen bereits Ende November angekündigt. Mit den Maßnahmen wolle man die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und profitabler werden, hieß es. Weltweit will Bayer bis Ende 2021 rund 12.000 Stellen streichen. Dabei sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Stattdessen bietet Bayer den Mitarbeitern in den betroffenen Funktionen Abfindungen sowie Frühverrentung an.

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Beim Abbau der 12.000 Arbeitsplätze ist vorgesehen, dass rund 900 Arbeitsplätze in der Forschung der Sparte Pharmaceuticals für verschreibungspflichtige Medikamente wegfallen. In Wuppertal sind Bayer zufolge rund 350 Stellen im Zusammenhang mit der Herstellung von Medikamenten gegen die Bluterkrankheit betroffen.

In der Consumer-Health-Sparte für rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel sollen 1100 Stellen wegfallen, in der Crop-Science-Sparte mit den Bereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung rund 4100. Weitere 5500 bis 6000 Stellen werden Bayer zufolge bei den "übergreifenden Konzern- und Querschnittsfunktionen, Business Services sowie den Länderplattformen" gestrichen. Etwa 3000 dieser Arbeitsplätze in Querschnittfunktionen liegen laut Unternehmenskreisen in Deutschland.

Mitarbeiter ab 57 Jahren können in den vorzeitigen Ruhestand eintreten. Jüngere Mitarbeiter bekommen einen Aufhebungsvertrag. Der maximale Abfindungsbetrag beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 63 Monatsentgelte. Betroffen ist jede siebte Stelle bei Bayer in Deutschland.

Quelle: n-tv.de, lsc/AFP/dpa