Wirtschaft

Bremst Miniabschnitt Megaprojekt? Behörden verweigern Brückenabnahme

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(Foto: picture alliance / dpa)

Es ist die größte Bahnbaustelle Deutschlands. Durch Neu- und Ausbauten soll sich bis 2018 die Fahrzeit mit der Bahn zwischen Berlin und München auf vier Stunden reduzieren. Doch ein Teil der Strecke bekommt möglicherweise keine Zulassung.

Deutschlands größte Bahnbaustelle auf der ICE-Strecke zwischen München und Berlin könnte nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) finanziell und zeitlich aus dem Ruder laufen. Weil das Bonner Eisenbahnbundesamt sich weigere, eine neuartige Gleisbett-Konstruktion auf dem rund 20 Kilometer langen Bauabschnitt Saale-Elster-Talbrücke zuzulassen, könnte ein Millionen Euro teurer Rück- und Neubau der erneuerten Strecke nötig werden, berichtet die Zeitung. Ein Bahnsprecher sagte hingegen: "Wir gehen davon aus, dass wir die Strecke planmäßig am Jahresende in Betrieb nehmen." Über den Fall hatte zuvor bereits der MDR berichtet.

Der Streckenabschnitt mit mehreren Brücken soll die Fahrzeit zwischen Berlin und München deutlich verkürzen. Für die Brücken laufe das Zulassungsverfahren noch, sagte der Bahnsprecher. Diese Zulassung setze Messfahrten voraus, die teilweise noch absolviert werden müssten.

Stahl fehlt

Der Zeitung zufolge geht es um eine Betonausgleichsschicht. Solche stark belasteten Betonschichten dürften nur mit Stahl bewehrt eingebaut werden. Dies sei bei den ICE-Brücken über das Elster-Saale-Tal nicht erfüllt, heißt es dem Bericht unter Berufung auf Bahn-Kreise.

Der Bahnsprecher bestätigte Informationen der "HAZ", wonach Konzernvertreter morgen in Berlin mit Vertretern des Eisenbahnbundesamtes und des Bundesverkehrsministeriums über die Zulassung sprechen werden. Der Konzern sprach von einem normalen Zulassungsverfahren.

Der betroffene Abschnitt ist Teil des "Verkehrsprojekts Deutsche Einheit 8" (VDE 8). Es umfasst die Bahnstrecke zwischen Berlin und Nürnberg. Auf ihr sollen künftig Züge mit bis zu 300 Kilometer pro Stunde fahren. Das Projekt kostet etwa zehn Milliarden Euro. Ab 2018 soll sich die Fahrzeit zwischen Berlin und München auf etwa vier Stunden reduzieren. Zugleich wird die thüringische Landeshauptstadt zum ICE-Knoten in Mitteldeutschland.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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