Wirtschaft

Handel mit CO2-Zertifikaten Bericht: Justiz lässt Jürgen Fitschen ziehen

655a0685cb73212fb5915436d4c5f464.jpg

Jürgen Fitschen war erst Ende April vom Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs freigesprochen worden.

(Foto: dpa)

Mit zweifelhaften Geschäften erarbeitet sich die Deutsche Bank in den letzten Jahren einen miserablen Ruf. Mehrere Topmanager kommen dafür vor Gericht, so auch der frühere Ko-Chef Fitschen. Im neuesten Fall halten die Vorwürfe aber nicht stand.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat einem Medienbericht zufolge ein Ermittlungsverfahren gegen Jürgen Fitschen, bis vor kurzem Ko-Chef der Deutschen Bank, eingestellt. Von dem Vorwurf gegen den 67-Jährigen sei nichts übrig geblieben, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Mittwochsausgabe. In dem Verfahren sei Fitschen angelastet worden, eine Umsatzsteuer-Erklärung unterschrieben zu haben, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt habe.

Das Verfahren gegen Fitschen war den Angaben zufolge Teil eines großen und spektakulären Kriminalfalles. International agierende Banden hatten mit Hilfe von Händlern der Deutschen Bank den deutschen Fiskus bei Geschäften mit Verschmutzungsrechten (CO2-Zertifikaten) um hunderte Millionen Euro erleichtert.

Fitschen hatte von Anfang an seine Unschuld beteuert. Der bisherige Ko-Chef der Deutschen Bank war erst Ende April im Prozess mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch vom Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs freigesprochen worden.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

Mehr zum Thema