Wirtschaft

Bundesregierung will 40 ProzentBerlin und Paris einigen sich auf Beteiligung an Panzerbauer KNDS

22.06.2026, 13:41 Uhr
00:00 / 02:23
Live-Demonstration-Dynamic-Display-Kampfpanzer-KNDS-Leopard-2A7V-Tag-der-Bundeswehr-2026-am-06-06-2026-an-der-Universitaet-der-Bundeswehr-in-Neubiberg
Der Leopard 2A7V beim Tag der Bundeswehr. (Foto: picture alliance / SvenSimon)

KNDS produziert Waffensysteme wie den Leopard 2 und gehört neben dem französischen Staat der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann. Im Gegensatz zum Kampfjetprojekt verständigen sich beide Seiten, um ein führendes Verteidigungsunternehmen zu formen.

Deutschland und Frankreich haben eine Vereinbarung zum Einstieg der Bundesregierung beim Panzerbauer KNDS getroffen. Beide Staaten sollen künftig den gleichen Anteil an dem Unternehmen halten, wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß. Die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent an, teilte ein Regierungssprecher mit. Später wolle man den Anteil wieder verringern. Der Haushaltsausschuss des Bundestages muss dem Vorhaben am Mittwoch noch zustimmen.

KNDS ist Hersteller von Waffensystemen wie dem Kampfpanzer Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000. Das Unternehmen entstand durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter. Aktuell befindet sich KNDS im Besitz der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann und des französischen Staates.

Die Bundesregierung und der französische Élysée-Palast wollen KNDS zu einem führenden europäischen und globalen Verteidigungsunternehmen ausbauen, das die französischen und deutschen Streitkräfte beliefert. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sagte: "Mit der 40-prozentigen Beteiligung des Bundes an KNDS sichern wir Schlüsseltechnologien, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland." Deutschland und Frankreich würden künftig auf Augenhöhe über die Entwicklung eines Unternehmens entscheiden, das für die europäische Verteidigungsfähigkeit von zentraler Bedeutung sei. KNDS begrüßte die Einigung zwischen Berlin und Paris.

In Deutschland unterhält KNDS 11 seiner weltweit 34 Standorte. Werke gibt es nach Unternehmensangaben in Hamburg, den nordrhein-westfälischen Städten Remscheid und Mülheim an der Ruhr sowie im thüringischen Ebeleben. In Frankreich gibt es zehn KNDS-Standorte.

Quelle: ntv.de, chl/dpa/AFP

StaatsbeteiligungKNDSFrankreichBundesregierung