Wirtschaft

Vorschlag bei G20-Gipfel im März Berlin und Paris wollen Bitcoin regulieren

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Im "Maison du Bitcoin", dem Bitcoin-Haus, in Paris sitzen Firmen, die in Verbindung mit der Kryptowährung stehen.

Sipa USA via AP

Wegen der starken Schwankungen des Bitcoin-Kurses wollen Deutschland und Frankreich nun eine globale Regulierung der Kryptowährung anstoßen: Bis zum G20-Gipfel im März soll eine Strategie stehen - und ausarbeiten soll sie ein Ex-Zentralbanker.

Deutschland und Frankreich wollen den G20-Staaten im März einen gemeinsamen Vorschlag zur Regulierung von Bitcoins unterbreiten. Es gehe darum, die "Risiken zu mindern", sagte der geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmaier in Paris nach einem Treffen mit dem französischen Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire. Le Maire fügte hinzu, beide Länder seien "beunruhigt" über die sogenannte Kryptowährung.

Le Maire hat nach eigenen Worten den früheren stellvertretenden Zentralbankchef Jean-Pierre Landau mit der Ausarbeitung konkreter Vorschläge beauftragt. Angesichts der enormen Schwankungen beim Kurs der Bitcoins hatten die Bundesfinanzaufsicht und die Bundesbank private Anleger bereits im Dezember eindringlich vor Investitionen in die digitale Währung gewarnt. Anfang der Woche sprach sich die Bundesbank zudem für eine internationale Kooperation bei der Regulierung der Cyber-Devisen aus.

Die Ressortchefs bekräftigten, dass die Deutschland und Frankreich in den kommenden Monaten Vorschläge zur Reform der Eurozone mit 19 Staaten machen werden. Das betreffe die Vollendung der europäischen Bankenunion und der Kapitalmarktunion. Berlin und Paris wollten zudem Vorschläge zur Angleichung im Steuerbereich machen.

China und Südkorea erwägen Handelsverbot

Altmaier äußerte sich im Hinblick auf den Zeitplan zuversichtlich. In Deutschland laufe zwar noch die Regierungsbildung. Aber: "Wir sind zuversichtlich, dass dies sehr wahrscheinlich vor oder nach Ostern geschafft ist", sagte er. Im März findet ein Treffen der Finanzminister der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in Argentinien statt. Das Land hat derzeit den Vorsitz.

China und Südkorea, zwei Hochburgen der Spekulation mit virtuellen Währungen, wollen den neuen und bislang unregulierten Markt für Kryptowährungen ebenfalls an die kurze Leine nehmen und den Handel möglicherweise komplett verbieten.

Quelle: n-tv.de, jug/rts/dpa/AFP

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