Wirtschaft

Kartellamt müsste zustimmen Bertelsmann zeigt Interesse an ProsiebenSat1

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Thomas Rabe wurde gerade für weitere fünf Jahre zum Vorstandschef von Bertelsmann gewählt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bertelsmann hat mit der RTL-Gruppe bereits mehrere reichenweitenstarke Privatsender in seinem Portfolio. In einem Interview zeigt sich der Vorstandschef des Konzerns jetzt interessiert an der Übernahme des Konkurrenten ProsiebenSat1. Allerdings rechnet er vorher mit einem Veto der Kartellbehörden.

Der Mutterkonzern der Fernsehgruppe RTL kann sich bei einem Einlenken der Regulierungsbehörden eine Übernahme des Rivalen ProsiebenSat1 vorstellen. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagte dem "Spiegel" auf die Frage, ob er die Chance einer solchen Übernahme sehe: "Selbstverständlich. Unmittelbar stehen solche Überlegungen allerdings nicht an, weil die Kartellbehörden noch immer primär auf den klassischen Fernsehwerbemarkt schauen, anstatt den Werbemarkt insgesamt zu berücksichtigen."

Die Gefahr, dass die Angebotsvielfalt auf dem deutschen Fernsehmarkt durch die Übernahme leiden könnte, sieht Rabe nicht. "Ich glaube nicht, dass die Sendervielfalt bei einem Zusammenschluss abnehmen würde, das Bewegtbildangebot in Deutschland ist unendlich groß. Da besteht genug Wahlfreiheit für jeden", so der Bertelsmann-Chef im "Spiegel".

Rabe äußerte sich auch zu dem in Aussicht gestellten engeren Zusammenrücken der Bertelsmann-Töchter RTL und Gruner + Jahr. Darüber werde im dritten Quartal 2021 entschieden. Dabei gehe es sowohl um Investitionen als auch um Kostensenkungen. Rabe ist seit 2012 Vorstandschef des Gütersloher Medienkonzerns Bertelsmann. Sein Vertrag wurde kürzlich vom Aufsichtsrat um weitere fünf Jahre verlängert.

Hinweis: Der Nachrichtensender ntv sowie ntv.de sind Teil der Mediengruppe RTL Deutschland, einer Tochter von Bertelsmann.

Quelle: ntv.de, jhe/rts

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