Wirtschaft

Anhaltender Anstieg seit 2014 Beschäftigte haben mehr in der Tasche

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Der Konsum steigt dank höherer Einkommen und stabilisiert so die Konjunktur.

(Foto: picture alliance / dpa)

Lohnsteigerungen und eine geringe Inflation: Die reale Kaufkraft ist auch im ersten Quartal gestiegen. Damit setzt sich ein inzwischen mehrere Jahre anhaltender Trend fort. Dieser ist inzwischen selbst ein Wachstumsfaktor.

Die Reallöhne in Deutschland sind im ersten Quartal wieder kräftiger gestiegen. Sie erhöhten sich um durchschnittlich 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In den beiden Vorquartalen war das Plus mit 0,5 und 0,7 Prozent deutlich kleiner ausgefallen. "Damit liegen die Reallöhne seit dem ersten Quartal 2014 ununterbrochen über dem jeweiligen Vorjahresniveau.", erklärten die Statistiker.

Für das Plus sorgen neben kontinuierlichen Tarifsteigerungen angesichts der guten Konjunktur auch Verdienstanstiege aufgrund es Fachkräftemangels sowie ein seit 2015 geltender und mehrfach angehobener Mindestlohn. Begünstigt wird die Lage in den Portemonnaies der Beschäftigten zudem durch vergleichsweise geringe Inflationsraten.

Im ersten Quartal 2018 zogen die Verdienste den Statistikern zufolge auf Jahresicht um 2,7 Prozent an. Die Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum lediglich um 1,6 Prozent zu. Damit blieb nach Abzug der Inflation ein Kaufkraftzuwachs. Die meisten Institute erwarten angesichts dieser Entwicklung, dass der private Konsum sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr ein wichtige Stützung des Aufschwungs bleiben wird.

Mit 5,1 Prozent nominalem Wachstum legten die Verdienste der Beschäftigten im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen am stärksten zu, gefolgt von Freiberuflern, Wissenschaftlern und technischen Dienstleistern mit 3,8 Prozent Wachstum. Im Gastgewerbe verdienten Arbeitnehmer nominal 3,5 Prozent mehr.

Nach Ausbildungsstand gegliedert war der Lohnzuwachs bei Ungelernten mit 3,8 Prozent am größten. Es folgen leitende Angestellte mit 3,2 Prozent. Fachkräfte und angelernte Arbeitskräfte bekamen jeweils 2,7 Prozent mehr.

Gegliedert nach Arbeitszeit bekamen Teilzeitkräfte mit 3,0 Prozent die größte Lohnerhöhung. Vollbeschäftigte bekamen 2,7 Prozent mehr und geringfügig Beschäftigte 1,8 Prozent. In den neuen Bundesländern lag das Lohnplus bei 3,3 Prozent, im Westen bei 2,6 Prozent.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/AFP