Wirtschaft

Auf dem Radar der Netzagentur Betreibt die Post Marktmacht-Missbrauch?

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Kampf mit harten Bandagen auf dem Briefmarkt.

(Foto: dpa)

Die Deutsche Post soll Wettbewerber durch Großkundenrabatte ausbooten. Die Bundesnetzagentur geht nun entsprechenden Beschwerden nach. Es kürzlich war die Post durch das Bundeskartellamt abgemahnt worden.

Die Deutsche Post hat neuen Ärger mit der Wettbewerbsaufsicht. Die Bundesnetzagentur prüft laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", ob der Dax-Konzern seine Marktmacht auf dem Briefmarkt missbraucht. Anlass seien Beschwerden darüber, dass die Post Wettbewerber durch Großkundenrabatte in Form von "Werbevergütungen" ausboote.

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Der Briefriese bezahlt wichtige Großversender dafür, dass er auf ihre Briefumschläge sein Posthorn und den Slogan "Zugestellt durch die Deutsche Post" drucken darf. Es werde "unter Missbrauchsgesichtspunkten geprüft, ob die Gewährung von Entgeltermäßigungen für den Aufdruck von Werbung der Deutschen Post AG auf Briefumschlägen postregulatorisch zu beanstanden ist", zitierte die "FAZ" aus Unterlagen der Netzagentur für ihren politischen Beirat.

Ein Post-Sprecher bestätigte dem Blatt, dass die Behörde Informationen zu den Werbekooperationsverträgen angefordert habe. Ein "förmliches Verfahren" sei aber noch nicht eröffnet. Die Post nutze die Briefumschläge von Kunden gegen eine "marktübliche Vergütung" als Werbefläche.

Erst im vorigen Jahr hatte das Bundeskartellamt die Post abgemahnt, weil sie Werbekostenzuschüsse für mehrere große Telekommunikationsanbieter als verkapptes Preisdumping und Missbrauch ihrer Marktmacht gewertet hatte. Mit ihrer Rechtsbeschwerde hatte die Post keinen Erfolg. Das Oberlandesgericht Düsseldorf habe die Entscheidung am Mittwoch "vollumfänglich bestätigt", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der "FAZ".

Quelle: ntv.de, wne/AFP

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