Wirtschaft

"Wir sind optimistisch" Biontech-Impfstudie geht in finale Phase

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"Es wird nicht mehr lange dauern", gibt sich das Mainzer Unternehmen zuversichtlich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff liegen die Hoffnungen auch auf dem deutschen Unternehmen Biontech. Deren entscheidende Studie soll schon bald Aufschluss über die Wirksamkeit des potenziellen Impfstoffs geben. Mitte November könnte bereits eine Notfallgenehmigung beantragt werden.

Biontech-Chef Ugur Sahin erwartet in Kürze erste Daten aus der entscheidenden Wirksamkeitsstudie des Unternehmens mit seinem potenziellen Corona-Impfstoff. "Wir werden sicherlich in zwei Wochen schlauer sein", sagte Sahin im Fernseh-Interview mit dem VRM-Medienhaus. Er rechne mit ersten Daten Ende Oktober, Anfang November.

"Es wird nicht mehr lange dauern", so Sahin. Dann werde sich zeigen, ob der Impfstoff in der Lage sei, zu schützen. "Wir sind optimistisch." Mitte November könnten bei positiven Daten Unterlagen bei der US-Gesundheitsbehörde FDA für eine Notfallgenehmigung eingereicht werden.

Biontech und sein US-Partner Pfizer gehören neben dem US-Biotechkonzern Moderna und der britischen Astrazeneca zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff. Am Dienstag hatte Pfizer erklärt, das für die Bewertung der Ergebnisse zuständige, unabhängige Komitee habe noch keine Zwischenergebnisse geliefert. Damit deutete sich an, dass diese nicht mehr im Oktober veröffentlicht werden.

Moderna bereitet derweil den Marktstart seines potenziellen Corona-Impfstoffs vor. Das Unternehmen habe kürzlich die Aufnahme des letzten Probanden in die entscheidende Wirksamkeitsstudie mit dem Impfstoff mRNA-1273, die insgesamt 30.000 Teilnehmer umfasst, abgeschlossen. Erste Daten aus der Studie würden im November erwartet, teilte Moderna mit.

"Wir bereiten uns aktiv auf den Start von mRNA-1273 vor und haben eine Reihe von Liefervereinbarungen mit Regierungen auf der ganzen Welt unterzeichnet", sagte Vorstandschef Stéphane Bancel. Darunter ist etwa die US-Regierung, die EU-Kommission hat mit dem Unternehmen Sondierungsgespräche abgeschlossen.

Quelle: ntv.de, mdi/rts