Wirtschaft

Beihilfe im VW-Skandal? Bosch gerät wohl ins Visier der Ermittler

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Auf dem Radar der Stuttgarter Staatsanwaltschaft.

(Foto: dpa)

Die Abgasaffäre bei Volkswagen rückt nun angeblich auch den Zulieferer Bosch ins Blickfeld. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Konzern in ihrem Zuständigkeitsbereich wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug.

In der VW-Affäre um manipulierte Abgaswerte von Dieselautos ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart offenbar wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Betrug gegen den Autozulieferer Bosch. Die Behörde überprüfe, ob die Firma mit Sitz im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft möglicherweise an Straftaten beteiligt war, die möglicherweise ein Automobilkonzern begangen habe, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Einen konkreten Tatvorwurf nannte sie nicht.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Ende Oktober gegen Mitarbeiter des VW-Konzerns wegen des Verdachts auf Betrug. Die Staatsanwaltschaft in Stuttgart hat nun ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eröffnet. Die Ermittler sind dem Vernehmen nach wegen Medienberichten um manipulierte Software für VW-Autos tätig geworden.

In den USA ist Bosch wegen angeblicher Komplizenschaft in dem Zusammenhang Ziel einer Sammelklage geworden. Ein Konzernsprecher sagte, das Unternehmen arbeite grundsätzlich mit den Behörden zusammen. Zu dem Verfahren äußerte sich das Unternehmen nicht.

In einer Stellungnahme vom 24. September hatte Bosch eine Verantwortung zurückgewiesen. Als Zulieferer stelle der Konzern Komponenten nach Anforderungen der Kunden bereit. Anwendung und Integration liege in der Verantwortung der Autobauer. Kurz zuvor hatte VW die Manipulation von Abgas-Messwerten durch eine spezielle Betrugs-Software nach Vorwürfen der US-Umweltbehörde EPA eingeräumt.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa