Wirtschaft

Aussicht wegen Brexit aber trüb Britische Wirtschaft erholt sich wieder

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Neuer Lockdown und Brexit-Verhandlungen sorgen jedoch für düstere Aussichten.

(Foto: imago images/Xinhua)

Die britische Wirtschaft ist im Sommer stetig gewachsen und konnte sich damit kräftig erholen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September um 15,5 Prozent, erreichte jedoch nicht die Werte vom Anfang des Jahres. Die Aussichten für 2021 bleiben aber schlecht.

Die britische Wirtschaft konnte im dritten Quartal einen Teil des durch den Lockdown verlorenen Bodens zurückgewinnen. Aber ihre Erholung war schwächer als die vergleichbarer Volkswirtschaften, was den großen Tribut unterstreicht, den die Pandemie von Großbritannien gefordert hat. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im dritten Quartal um 15,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Statistikbehörde in einer ersten Schätzung mitteilte. Das entsprach exakt der Prognose von Ökonomen.

Die Wirtschaftsleistung war am Ende des dritten Quartals noch um 8 Prozent kleiner als im Februar, bevor die Pandemie ausbrach. Und das Wachstum verlangsamte sich bis September auf 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Juli hatte es bei mehr als 6 Prozent gelegen. Der größte Teil des Landes ist wieder in den Lockdown eingetreten, um ein Wiederaufleben des Coronavirus zu verhindern, was der Wirtschaft im letzten Quartal wohl wieder eine Schrumpfung bescheren wird.

Der Internationale Währungsfonds und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehen davon aus, dass Großbritannien 2020 unter den sieben fortgeschrittenen Volkswirtschaften (G7) die stärkste Schrumpfung verzeichnen wird.

Die Aussichten für 2021 sind sowohl durch die Pandemie als auch durch den Brexit getrübt. Sollte es nicht gelingen, bis Ende des Jahres ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union zu vereinbaren und in Kraft zu setzen, würde dies ab dem 1. Januar erhebliche neue Handelshemmnisse und Belastungen für die britische Wirtschaft bedeuten.

Quelle: ntv.de, csu/DJ