Star-Investor stoppt MilliardenBuffett dreht Gates wegen Epstein-Affäre den Geldhahn zu

Die langjährige Freundschaft von Warren Buffett zu Bill Gates ist seit der Veröffentlichung der Akten des US-Justizministeriums zum Fall Epstein angespannt. Jetzt zieht der Starinvestor die Reißleine und stoppt seine jährliche Milliarden-Spende an die Gates-Stiftung.
Der Starinvestor Warren Buffett setzt einem Medienbericht zufolge seine übliche milliardenschwere Spende an die Gates-Stiftung vorerst aus. Er wolle die Ergebnisse einer Untersuchung der Stiftung zu ihren Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein abwarten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Buffett verschiebe seine Entscheidung über die Spende auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr, möglicherweise bis zur Veröffentlichung seines Thanksgiving-Briefes.
Buffett lehnte eine Stellungnahme ab. Vertreter der Gates-Stiftung reagierten nicht sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme. Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates ist wegen dessen Kontakten zu Epstein in die Kritik geraten. Der Chef der Stiftung, Mark Suzman, hatte eine externe Untersuchung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im Sommer erwartet werden.
Der 95-jährige Buffett, langjähriger Chef der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, hat der Gates-Stiftung in den vergangenen zwei Jahrzehnten Aktien im Wert von insgesamt mehr als 47 Milliarden Dollar gespendet. Gates selbst, gegen den nicht ermittelt wird, hat die Kontakte zu Epstein wiederholt bedauert.
Buffett trat 2021 als Treuhänder der Stiftung zurück, nachdem das Ehepaar Gates seine Scheidung bekannt gegeben hatte. Er sagte der Zeitung im Jahr 2024, dass die Stiftung nach seinem Tod kein Geld mehr von ihm erhalten werde. Im selben Jahr verließ Melinda French Gates die von ihr mitgegründete Stiftung, um sich auf ihre eigenen philanthropischen Ziele zu konzentrieren.
Buffetts Beziehung zu Gates, seinem langjährigen Freund, ist seit der Veröffentlichung der Akten des US-Justizministeriums zum Fall Epstein angespannt. In einem CNBC-Interview im März sagte Buffett, er habe seit der Veröffentlichung der Epstein-Akten nicht mehr mit Gates gesprochen. Er sagte damals, er wolle abwarten, was er noch aus den Epstein-Akten erfahren werde, bevor er Ende Juni seine jährliche Spendenentscheidung treffe.