Wirtschaft

Kampf gegen Klimawandel Bund gibt 900 Millionen für grünen Wasserstoff

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Die ersten Lieferungen nachhaltiger Energieträger auf Wasserstoffbasis nach Deutschland und Europa sind für das Jahr 2024 geplant.

(Foto: picture alliance / blickwinkel/S. Ziese)

Um die Energiewende voranzutreiben, will Deutschland verstärkt auf nachhaltige Energieträger setzten. Für die Förderung von grünem Wasserstoff gibt der Bund deshalb nun fast eine Milliarde Euro frei. Mit "H2Global" sollen langfristige Wertschöpfungs- und Lieferketten aufgebaut werden.

Das von dem Grünen-Politiker Robert Habeck geleitete Bundeswirtschaftsministerium hat 900 Millionen Euro für ein Förderinstrument namens "H2Global" bewilligt. Es soll den Markthochlauf von grünem Wasserstoff voranbringen - über sogenannte Doppelauktionsverfahren. Das bedeutet, Wasserstoff wird günstig auf dem Weltmarkt eingekauft und in der EU meistbietend verkauft.

Die neue Regierung will schnell eine Wasserstoff-Industrie mit einer Elektrolyse-Leistung von zehn Gigawatt bis 2030 aufbauen. Vorrangig soll er mit Hilfe von erneuerbaren Energien als "grüner" Wasserstoff erzeugt werden.

Laut Habeck sollen über das Förderinstrument langfristige Wertschöpfungs- und Lieferketten aufgebaut werden. Es werden zunächst Wasserstoff oder Wasserstoffderivate außerhalb der EU mit Zehn-Jahres-Verträgen eingekauft. Abgewickelt werden die Verträge über einen Zwischenhändler. Dieser soll die Produkte per Auktion an europäische Firmen verkaufen, die wiederum ihre Dekarbonisierung damit vorantreiben können.

Da der Produktionspreis von grünem Wasserstoff in der Markthochlaufphase noch relativ hoch ist, dürfte der beauftragte Zwischenhändler Verluste einfahren. Sie sollen durch Subventionen für maximal zehn Jahre ausgeglichen werden. Die ersten Lieferungen nachhaltiger Energieträger auf Wasserstoffbasis nach Deutschland und Europa sind für das Jahr 2024 geplant.

Quelle: ntv.de, can/rts

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