Wirtschaft

Trotz Investitionsoffensive Bund plant weniger Geld für Schienenausbau

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Für das kommende Jahr sieht das Ressort von Verkehrsminister Andreas Scheuer aber 1,552 Milliarden Euro für den Schienenausbau vor.

(Foto: imago images/Rüdiger Wölk)

Günstigere Tickets sollen im Rahmen des Klimapakets mehr Menschen zum Bahnfahren animieren. Beim Schienenausbau wird allerdings künftig weniger tief in die Tasche gegriffen.

Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge trotz der angekündigten Investitionsoffensive für die Bahn im laufenden Haushalt und der Finanzplanung für 2021 weniger Mittel für den Aus- und Neubau des Schienennetzes vorgesehen als in den vergangenen beiden Jahren. Das berichtet die "Rheinische Post" vorab unter Berufung auf eine Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Demnach flossen 2018 bundesweit 1,591 Milliarden Euro in die Trassen, im vergangenen Jahr waren es sogar 1,638 Milliarden. Für dieses und das kommende Jahr sehe das Ressort von Verkehrsminister Andreas Scheuer aber lediglich 1,501 und 1,552 Milliarden Euro vor.

Zugleich stiegen die Mittel für den Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen im Jahr 2021: Dann sollen 2,721 Milliarden Euro beispielsweise in neue Autobahnen fließen. 2018 waren es noch 2,362 Milliarden, 2019 rund 2,6 Milliarden. Für dieses Jahr plane Scheuer 2,5 Milliarden ein.

Dabei können sich Fahrgäste der Bahn seit dem 1. Januar über günstigere Tickets für den Fernverkehr freuen. Um zehn Prozent will der bundeseigene Konzern die Fahrkartenpreise dann reduzieren. Damit gibt die Bahn eine vom Bund beschlossene Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 7 Prozent vollständig an die Kunden weiter.  Allein dadurch rechnet der Konzern mit jährlich rund fünf Millionen zusätzlichen Fahrgästen.

Quelle: ntv.de, mba/rts/dpa