Wirtschaft
Bei dem Verdacht der Abgasmanipulation geht es um den Vito der Schadstoffnorm Euro 6 aus alter Produktion.
Bei dem Verdacht der Abgasmanipulation geht es um den Vito der Schadstoffnorm Euro 6 aus alter Produktion.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 14. Februar 2018

Abgasmanipulation beim Vito?: Bundesamt prüft Verdacht gegen Daimler

Kommt der Dieselskandal nun bei Daimler an? Das Kraftfahrtbundesamt geht dem Verdacht nach, dass die Emissionen des Kleintransporters Mercedes Vito illegal manipuliert wurden. Der Autobauer äußert sich vage.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) geht nun auch möglichen Abgas-Unregelmäßigkeiten beim Autobauer Daimler nach. Die Behörde prüfe, für das Kleintransporter-Modell Vito "wegen des Verdachts einer unzulässigen Abschalteinrichtung" der Abgasreinigung eine amtliche Anhörung einzuleiten, teilte das Bundesverkehrsministerium in Berlin mit. Zuerst hatten die "Wirtschaftswoche" und die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

Daimler teilte auf Anfrage mit, man befinde sich "in technischen Gesprächen" mit dem KBA zu rund 1000 Fahrzeugen des Typs Vito der Schadstoffnorm Euro 6 aus alter Produktion. Nähere Angaben machte der Autobauer nicht.  

Die beiden Medien berichteten, konkret gehe es um die Abgasreinigung mit der Harnstofflösung AdBlue. Diese reduziert den Anteil gesundheitsschädlicher Stickoxide. Sie wirkt den Berichten zufolge aber nur bei Tests auf dem Prüfstand effizient, nicht aber auf der Straße. Die absichtliche Reduktion des AdBlue-Verbrauchs gehöre zu den Manipulationstaktiken, die Volkswagen den Dieselskandal bescherten.

Quelle: n-tv.de