Folgen vor allem für die Briten Bundesbank-Vorstand warnt vor Brexit
15.06.2016, 10:04 Uhr
Ganz nebenbei stimmen die Briten auch über das gute alte Pfund ab.
(Foto: dpa)
Vor allem die britische Wirtschaft würde darunter leiden, wenn Großbritannien aus der EU austritt. Das schätzt Bundesbank-Vorstandsmitglied Dombret ein. Erst danach dürften sich die Konsequenzen auch beim Rest der EU bemerkbar machen.
Ein Austritt Großbritanniens aus der EU hat nach Einschätzung Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret vor allem negative Folgen für die britische Wirtschaft. In gewissem Maß dürften sich die Konsequenzen eines solchen Schritts aber auch in der restlichen EU bemerkbar machen, sagte Dombret in einer Rede in der deutschen Industrie- und Handelskammer in Tokio. Vorhersagen zu den Auswirkungen eines Brexits seien aber mit Unsicherheit behaftet.
Er stimme mit der Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) überein, dass ein EU-Ausstieg Großbritanniens zu einer längeren Phase erhöhter Verunsicherung und stärkeren Schwankungen an den Finanzmärkten führen dürfte. Um solche Risiken in Grenzen zu halten, sei es notwendig, bei einem Brexit schnell zu konstruktiven Verhandlungen überzugehen. In den Gesprächen müssten Großbritannien und EU ihre künftigen Beziehungen festlegen. Die Einführung von Handelsbarrieren könne nicht im Interesse Großbritanniens oder der EU sein.
Rund eine Woche vor dem mit Spannung erwarteten Referendum in Großbritannien sind die Befürworter eines EU-Austritts im Aufwind. Das Referendum ist am 23. Juni angesetzt. Die Volksabstimmung sorgt weltweit für Unruhe.
Quelle: ntv.de, ppo/rts