Wirtschaft

Dämpfer vom Außenhandel Bundesbank erwartet mehr Arbeitslose

Das Logo der Agentur für Arbeit. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

Die deutsche Konjunktur ist von Sondereffekten belastet worden, die im ersten Quartal noch zu einem kräftigen Wirtschaftswachstum geführt hatten.

(Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa)

Vor allem die Kauflust der Verbraucher und der Bauboom bringen Deutschland in den vergangenen Monaten zurück auf Wachstumskurs. Doch das zweite Quartal wird nach Einschätzungen der Bundesbank mit einem Dämpfer enden. Das bekommt auch der Arbeitsmarkt zu spüren.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland könnte nach Aussage der Deutschen Bundesbank in nächster Zeit steigen. In ihrem aktuellen Monatsbericht für Juni begründet die Bundesbank ihre Einschätzung mit dem seit einiger Zeit zu beobachtenden Anstieg der Empfänger von Arbeitslosengeld im Versicherungssystem und dem Rückgang eines von Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erhobenen Frühindikators der Arbeitslosigkeit.

Laut Bundesbank war der unerwartete und deutliche Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl im Mai weniger konjunkturbedingt, sondern beruhte vor allem auf einer Prüfung der Bundesagentur für Arbeit (BA) in den gemeinsamen Einrichtungen von BA und Kommunen zum Arbeitslosenstatus der Bezieher von Arbeitslosengeld II. Gleichwohl habe aber auch die stärker konjunkturreagible Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld im Versicherungssystem spürbar zugenommen.

"Diese Entwicklung setzte bereits etwas früher ein, wurde jedoch in den ersten Monaten des laufenden Jahres von der Ausweitung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen überdeckt. Im Mai wurde der Umfang dieser Maßnahmen nicht weiter erhöht, und die steigende Zahl der Arbeitslosen im Versicherungssystem sichtbar", hießt es im Bericht. Auch habe sich das IAB-Barometer zur Arbeitslosigkeit weiter verringert. Es befinde sich nunmehr im negativen Bereich, was eine leicht steigende Arbeitslosigkeit in den nächsten drei Monaten erwarten lasse.

IAB-Abteilungsleiter Enzo Weber sagte auf Nachfrage: "Wir kommen aus einer sehr, sehr guten Situation, aber jetzt gibt es einen Dämpfer, der vor allem außenwirtschaftlich bedingt ist." Weber erwartet nicht, dass die Beschäftigtenzahl sinken wird. Arbeitslosenzahlen für Juni veröffentlicht die BA am 1. Juli.

Quelle: n-tv.de, jki/DJ

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