Wirtschaft

Keine Bestände mehr in Paris Bundesbank holt Goldreserven heim

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Die Bundesbank hat die Goldreserven in Paris aufgelöst und nach Frankfurt verlagert.

(Foto: dpa)

Mehr als die Hälfte der deutschen Goldreserven lagern jetzt in deutschen Tresoren. Die Bundesbank hat die letzten Goldvorräte aus Frankreich nach Frankfurt gebracht. Die Kosten für die Umlagerung belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.

Die Verlagerung der deutschen Goldreserven aus dem Ausland ist gut drei Jahre früher abgeschlossen als geplant. Nach Angaben der Bundesbank liegen jetzt 1710 Tonnen des deutschen Goldschatzes in heimischen Tresoren. Das entspricht 50,6 Prozent. "Die vorzeitige Umsetzung ist aus meiner Sicht ein voller Erfolg", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele in Frankfurt.

Gold in Euro
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Nach öffentlichem Druck hatte die Notenbank 2013 das Ziel ausgegeben, bis spätestens Ende 2020 mindestens die Hälfte der deutschen Goldreserven von derzeit 3378 Tonnen in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren.

In diesem Jahr wurden die noch verbliebenen 91 Tonnen Gold aus Paris nach Frankfurt am Main gebracht. Beim Eintreffen in Frankfurt wurden laut Bundesbank alle Goldbarren auf ihre Echtheit geprüft. Bezüglich Feingehalt und Gewicht der Barren habe es keine Beanstandungen gegeben.

In New York werden weiterhin 1236 Tonnen (36,6 Prozent des deutschen Bestandes) des Edelmetalls aufbewahrt. In London sind es 432 Tonnen. Im Fall einer extremen Krise könnte so schnell Gold gegen Dollar getauscht werden. London ist der größte Handelsplatz für das Edelmetall, der Dollar die wichtigste internationale Reservewährung.

Die Kosten der Verlagerung bezifferte die Notenbank auf insgesamt 7,7 Millionen Euro. Der gesamte Goldschatz der Bundesbank von rund 270.000 Barren hat einen Wert von aktuell 120 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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