Wirtschaft

Wider den "Dornröschenschlaf" CDU-Wirtschaftsrat fordert Steuersenkung

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Der Steuersatz auf Unternehmensgewinne ist in Deutschland mit rund 30 Prozent deutlich höher als in vergleichbaren Ländern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Steuersenkungen der Trump-Administration haben der US-Wirtschaft Auftrieb gegeben. Andere Länder drehen ebenfalls an der Steuerschraube, um ihren Standort zu stärken. Die letzte Unternehmenssteuerreform in Deutschland dagegen ist zehn Jahre alt. Laut einem Zeitungsbericht soll sich das ändern.

Angesichts der sich eintrübenden Konjunktur hat der CDU-Wirtschaftsrat laut einem Medienbericht die Bundesregierung aufgefordert, nach dem Vorbild der USA Steuern zu senken und Bürokratie abzubauen. Während andere Länder wie die USA, Großbritannien oder Frankreich die Steuerpolitik als Instrument der Standortpolitik genutzt hätten, befinde sich Deutschland im "wirtschaftspolitischen Dornröschenschlaf", berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf ein vorliegendes Eckpunkte-Papier für eine Unternehmenssteuerreform. 

Die letzte Unternehmenssteuerreform stamme aus dem Jahr 2008. Noch sprudelten die Steuerquellen, aber statt für die absehbaren schlechten Zeiten vorzusorgen, erhöhe die schwarz-rote Koalition die Sozialausgaben.

Verbandsgeneralsekretär Wolfgang Steiger warf dem Blatt zufolge vor allem der SPD mangelnden Sachverstand und "teure Beglückungsprogramme" vor. Der Mittelstand werde von der SPD "sträflich vernachlässigt". "Unsere wichtigsten Wettbewerber haben inzwischen große Unternehmenssteuerreformen beschlossen und die Steuerlast für ihre Betriebe auf 25 Prozent gesenkt. "Darauf muss jetzt zügig reagiert werden," mahnte er. In Deutschland liege die Quote derzeit bei 29 bis 35 Prozent.

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Quelle: n-tv.de, ddi/rts

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