Wirtschaft

Verkäufe sinken um 20 Prozent China exportiert erstmals mehr E-Autos als Verbrenner

11.05.2026, 16:38 Uhr
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E-Autos stehen auf einem chinesischen Hafen zum Export bereit. (Foto: picture alliance / CFOTO)

Chinesische Autohersteller bringen jeden Monat Hunderttausende Fahrzeuge auf den Weltmarkt. Die Exporte sind aktuell besonders wichtig, weil der heimische Markt einbricht. Bei der Klimafreundlichkeit der exportierten Wagen wird jetzt ein Meilenstein erreicht.

China hat im April zum ersten Mal mehr Elektro- und Plug-in-Fahrzeuge als Benzin- oder Dieselautos exportiert. Die Ausfuhren beliefen sich auf 769.000 Automobile, wobei sogenannte New-Energy-Fahrzeuge - ein Begriff, der E-Autos und Plug-in-Hybride umfasst - 52,7 Prozent der Gesamtexporte ausmachten, teilte die China Passenger Car Association (CPCA) mit.

Damit haben sich die Exporte von New-Energy-Fahrzeugen auf 406.000 Einheiten mehr als verdoppelt. Der chinesische Automarkt wird von einer schwachen Konsumstimmung gedrückt. Die Einzelhandelsverkäufe von Autos sanken im April im Vergleich zum Vorjahr um 21,5 Prozent auf 1,38 Millionen Einheiten, teilte die CPCA mit.

Gegenüber März gingen die Verkäufe um 16 Prozent zurück. Steigende Ölpreise belasteten zudem die Nachfrage nach traditionellen benzinbetriebenen Fahrzeugen, fügte der Verband hinzu. Die Verbraucher stiegen zunehmend auf New-Energy-Autos um, um höhere Kraftstoffkosten zu vermeiden.

Die Pekinger Automesse im April sorgte für eine leichte Belebung der Marktstimmung, obwohl die Verkäufe unter dem Niveau des Vorjahres blieben. Die Einzelhandelsverkäufe von Elektro- und Hybridautos sanken im April um 6,8 Prozent auf 849.000 Einheiten.

Tesla exportierte 53.522 in seinem Werk in Schanghai hergestellte Einheiten und verkaufte 79.478 Einheiten an chinesische Käufer.

Quelle: ntv.de, dsc/DJ

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