Wirtschaft

Nach Abwertung des Yuan China streitet Währungsmanipulation ab

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Der Yuan hat die magische Schwelle von sieben Dollar unterschritten.

(Foto: imago/Kyodo News)

Ist die Abwertung des Yuan ein Weg, die Strafzölle der USA aufzuweichen? Washington spricht von Währungsmanipulation. "Haltlose" Vorwürfe, meint China. Schließlich hätten US-Zinserhöhungen das Zahlungsmittel erst auf Talfahrt geschickt.

China hat Spekulationen zurückgewiesen, es nutze seine Währung als Waffe im Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten. Bemerkungen aus dem US-Finanzministerium über die Abwertung des Yuan seien "halt- und verantwortungslos", erklärte das Außenministerium in Peking. Die Abwertung hatte zuvor die asiatischen Aktienmärkte belastet.

US-Dollar / Yuan
US-Dollar / Yuan 7,04

Durch Zinserhöhungen in den USA hatte der Yuan bereits in den vergangenen Monaten an Wert verloren. Die chinesische Notenbank hatte entschieden, die Landeswährung unter die Schwelle von 6,90 zum Dollar fallen zu lassen. Der Schritt dürfte den chinesischen Exporteuren zugutekommen. US-Präsident Donald Trump hat China und anderen Handelspartnern vorgeworfen, ihre Währungen zur Gewinnung handelspolitischer Vorteile zu manipulieren.

US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte bereits im Sommer angekündigt, die USA wollten prüfen, ob es zu Manipulationen gekommen sei. Am Montag legte ein namentlich nicht genannter ranghoher Vertreter seines Ministeriums nach und betonte, die USA seien in Sorge über die jüngste Abwertung des Yuan. Die entsprechenden Bedenken würden auch in den halbjährlichen Währungsbericht des Finanzministeriums einfließen, der nächste Woche veröffentlicht werden soll.

Im Bericht vom April hatten die USA China zwar gerügt, aber nicht als Währungsmanipulator eingestuft. China blieb aber auf einer Beobachtungsliste - ebenso wie Deutschland, die Schweiz, Japan und Südkorea. Trump hatte im September eine neue Runde von Strafzöllen eingeläutet. Dabei geht es um Waren aus China im Volumen von 200 Milliarden Dollar. Die Führung der Volksrepublik reagierte mit Sonderabgaben auf US-Produkte im Wert von 60 Milliarden Dollar. Seit Anfang Juli überziehen sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt mit Straf- und Vergeltungszöllen.

Quelle: n-tv.de, mba/rts

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