Wirtschaft

"Wir können auch reden" China zeigt sich für Handelsstreit bereit

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Seit mehr als einem Jahr tobt der Handelsstreit zwischen den beiden Weltmächten.

(Foto: imago images / Christian Ohde)

Das Messerwetzen im Handelsstreit zwischen den beiden Weltmächten geht weiter. Durch das Verhängen von Strafzöllen spitzt sich die Situation zu. Peking lässt verlauten, man sei auf jede Form der Auseinandersetzung vorbereitet.

China will den USA im Handelsstreit weiterhin die Stirn bieten. "Wenn die USA reden wollen, werden ihnen unsere Türen offen stehen. Wenn sie kämpfen wollen, sind wir bereit", sagte Verteidigungsminister Wei Fenghe bei einer Sicherheitskonferenz in Singapur.

Die Regierung in Peking erklärte, sie werde an ihren Grundprinzipien festhalten. "China möchte keinen Handelskrieg, hat aber keine Angst davor, einen zu führen, wenn dies nötig ist". Zugleich machte Peking die USA für die Eskalation des Handelsstreits verantwortlich.

Das Verhältnis der beiden Weltmächte steht im Zentrum des diesjährigen Shangri-La-Dialogs, für den jedes Jahr Verteidigungsminister und hochrangige Militärs aus aller Welt nach Singapur reisen. Wei ist der erste chinesische Verteidigungsminister seit 2011, der an dem Treffen teilnimmt.

China erlässt neue Handelszölle

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hatte sich zuletzt weiter zugespitzt. Peking erließ am Samstag neue Strafzölle auf US-Importe. Auf Einfuhren im Umfang von 60 Milliarden Dollar (53,8 Milliarden Euro) müssen fortan Abgaben zwischen fünf und 25 Prozent gezahlt werden.

Zuvor hatten die USA höhere Zölle auf chinesische Importe in die USA im Umfang von 200 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt. Der bereits seit gut einem Jahr andauernde Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte sich zuletzt weiter hochgeschaukelt. Insgesamt haben beide Länder inzwischen Zölle auf Produkte im Wert von 360 Milliarden Dollar erhoben.

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Quelle: n-tv.de, jaz/AFP

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