Wirtschaft

Fosun will im Boom-Markt wachsen Chinesen kaufen den Namen Thomas Cook

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Der chinesische Auslandstourismus boomt. Fosun will sich mit dem Namen Thomas Cook Marktanteile sichern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die chinesische Unternehmensgruppe Fosun wird ihre Reisen künftig unter dem Namen Thomas Cook anbieten. Neben den Markenrechten sichert sich der Investor aus China auch die Hotelketten-Töchter Casa Cook und Cook's Club. Insgesamt ist Fosun der Deal mehrere Millionen wert.

Nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat die chinesische Unternehmensgruppe Fosun für elf Millionen Pfund (12,8 Millionen Euro) die Rechte an der Touristikmarke gekauft. Wie der in Hongkong ansässige Konzern mitteilte, übernimmt er außer den Markenrechten auch zwei Thomas-Cook-Töchter: die Hotelketten Casa Cook und Cook's Club. Mit dem Namen sollen Reisen in alle Welt vermarktet werden.

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Das Traditionsunternehmen Thomas Cook hatte vor gut einem Monat Insolvenz angemeldet und sofort den Betrieb eingestellt. Eine Komplettübernahme durch den Anteilseigner Fosun war zuvor gescheitert. Nach der Pleite des Mutterkonzerns musste auch die deutsche Tochter Insolvenz anmelden. Zur Thomas Cook Deutschland gehören unter anderem die Marken Neckermann, Öger Tours und Bucher Reisen.

Außer 22.000 Mitarbeitern weltweit waren auch Hunderttausende Urlauber betroffen. Großbritannien startete für die gestrandeten Touristen die größte Rückführungsaktion seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In Deutschland wird noch über die Erstattung der Rückbeförderungskosten gestritten.

"Der Erwerb der Marke Thomas Cook erlaubt es der Gruppe, ihre Tourismusgeschäfte auszubauen", sagte der Chef von Fosun Tourism, Qian Jiannong, der Mitteilung zufolge. Dazu setze das Unternehmen auf die breite Bekanntschaft von Thomas Cook und das starke Wachstum des chinesischen Auslandstourismus. Zudem sollten Synergien mit anderen Marken geschaffen werden.

Quelle: ntv.de, ddi/AFP/dpa