Wirtschaft

Aufseher-Sitze gefordert Commerzbank weist Cerberus-Plan zurück

39a02051301979b98a6ec2ec82b9904b.jpg

Die Commerzbank steht zunehmend in der Kritik von Großaktionär Cerberus.

(Foto: dpa)

Es läuft nicht gut für die Commerzbank. Das kritisiert Großaktionär Cerberus scharf - und stellt Forderungen. Aufsichtsratssitze soll der Investor aber nicht bekommen, wie das Geldhaus mitteilt. Doch Cerberus kündigt bereits "die nächsten Schritte" an.

Die Commerzbank hat die Forderung des US-Großaktionärs Cerberus nach zwei Sitzen im Aufsichtsrat zurückgewiesen. Es gebe keine freien Posten, hieß es in einem Brief des Aufsichtsratsvorsitzenden Stefan Schmittmann, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Man sehe keine Notwendigkeit eines Umbaus.

Der Finanzinvestor Cerberus hält fünf Prozent an dem Geldhaus und hat jüngst seinen Unmut über die Entwicklung der Geschäfte erklärt. Er forderte einen Strategieschwenk, Einsparungen sowie zwei Sitze im Aufsichtsrat. Seit Cerberus vor fast zwei Jahren bei der Commerzbank eingestiegen ist, verlor die Aktie rund 60 Prozent.

Commerzbank
Commerzbank 6,16

Cerberus dürfte trotz der Zurückweisung an seinen Bestrebungen festhalten. Da wir die Commerzbank "und die beteiligten Personen kennen, haben wir diese Antwort erwartet", sagte eine Cerberus nahe stehende Person. "Die nächsten Schritte werden folgen". Cerberus hatte bei seinem kürzlichen Vorstoß die Entwicklung bei dem Geldhaus als desaströs bezeichnet, die ein schnelles und entschlossenes Handeln erfordere.

Gerade zurzeit läuft es nicht rund bei der Bank, die vor gut einem Jahrzehnt in der Finanzkrise mit Milliarden vom Bund gestützt werden musste und die deshalb zu 15 Prozent im Staatsbesitz ist. Im ersten Quartal schrieb sie Verluste und strich die Dividende. Zudem scheiterte der Verkauf der polnischen Tochter mBank.

Quelle: ntv.de, mli/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.