Wirtschaft

Dividende angehoben Covestro sieht steigende Nachfrage

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Covestro erwartet ein deutlich höheres Betriebsergebnis.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die frühere Bayer-Tochter Covestro sieht sich zurück auf dem Wachstumspfad. Weltweit steige die Nachfrage, hießt es. Und so rechnet das Unternehmen mit einem deutlich höheren Absatz und einem besseren Ergebnis.

Der Kunststoffhersteller Covestro stellt nach dem coronabedingten Umsatz- und Gewinneinbruch im vergangenen Jahr eine Rückkehr auf den Wachstumskurs in Aussicht. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, die Unsicherheit besteht natürlich weiter", sagte Finanzchef Thomas Toepfer. "Aber wir sehen deutliche Signale in den Märkten, dass es eine hohe Nachfrage nach unseren Produkten gibt, und wir sehen gutes Momentum auch mit unserem Start ins 2021."

Der Dax-Konzern stellt für das laufende Jahr Ergebnisse über dem Niveau von 2019 in Aussicht: Im Kerngeschäft wird ein Mengenwachstum von zehn bis 15 Prozent erwartet und das Betriebsergebnis (Ebitda) soll zwischen 1,7 Milliarden und 2,2 Milliarden Euro liegen.

Im vergangenen Jahr traf die Corona-Krise die Leverkusener hart, etwa weil in der Autobranche, einer wichtigen Kundengruppe, die Bänder im Frühjahr teilweise stillstanden. Trotz einer Erholung ab der Jahresmitte und kräftigen Zuwächsen im vierten Quartal konnten die pandemiebedingten Einbußen nicht wettgemacht werden. Insgesamt erzielte Covestro ein Ebitda von knapp 1,5 Milliarden Euro - mehr als acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz sank um 13,7 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro, die Absatzmenge im Kerngeschäft ging um 5,6 Prozent zurück.

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Unter dem Strich fiel der Nettogewinn um fast 17 Prozent auf 459 Millionen Euro. An die Aktionäre soll dennoch eine Dividende von 1,30 Euro je Aktie ausgezahlt werden, 10 Cent mehr als vergangenes Jahr. Auch künftig will Covestro 35 bis 55 Prozent des Nettogewinns an die Eigentümer auszahlen. Die vorgeschlagene Dividende entspricht 55 Prozent Ausschüttungsquote. null

Schub verspricht sich das Unternehmen auch vom jüngst übernommenen DSM-Beschichtungsgeschäft und einer Neugliederung der Geschäftsfelder. Mit der DSM-Sparte stärke Covestro das margenstarke Spezialchemiegeschäft, sagte Vorstandschef Markus Steilemann. Und ab Juli wird der Konzern sein Geschäft in zwei Segmente mit sieben operativen Einheiten führen statt in bislang drei Sparten. Dadurch wird das Massengeschäft, wo es vor allem um niedrige Kosten geht, besser von Spezialprodukten abgegrenzt.

Quelle: ntv.de, jwu/rts