Wirtschaft

"Auch aus Eigeninteresse" DIW-Chef fordert Corona-Hilfen für Italien

Die Corona-Krise trifft Deutschland hart, doch in Italien und Spanien dürften die Auswirkungen dramatischer sein. DIW-Präsident Fratzscher fordert in "Klamroths Konter" bei ntv Hilfe und warnt: Wenn die Schwächsten wegbrechen, wäre das auch für Deutschland ein riesiges Problem.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, hat schnelle und unkomplizierte Hilfe für die von der Corona-Krise besonders geschwächten europäischen Länder gefordert. "Wir müssen verstehen, dass es nicht nur ein Akt der Solidarität ist, den Schwächsten zu helfen, sondern auch ein Akt aus Eigeninteresse", sagte Fratzscher in der Sendung "Klamroths Konter" bei ntv. "Die deutsche Wirtschaft ist ein Teil der europäischen Wirtschaft. Fast die Hälfte unserer Wirtschaftsleistung sind Exporte, und über die Hälfte der Exporte gehen nach Europa."

Wenn Italien jetzt wegbreche, habe Deutschland ein riesiges Problem, so Fratzscher. "Auch aus dieser Perspektive sollten wir sagen: Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem wir sicherstellen müssen, dass die schwächsten Glieder - also Italien und Spanien - schnell und unkompliziert Hilfe bekommen, damit es dort nicht zu einer anhaltenden wirtschaftlichen Rezession kommt."

"Europa darf uns nicht zerbröseln", sagte auch Johannes Vogel, der Sprecher für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik der FDP-Fraktion, bei ntv. "Europa darf nicht an den finanziellen Lasten der Italiener oder Spanier kaputtgehen." Es müsse aber möglich sein, darüber zu diskutieren, was das richtige Instrument sei, um das zu verhindern.

"Klamroths Konter" läuft heute um 20.15 sowie am morgigen Dienstag um 17.10 Uhr bei ntv. Zudem ist die Sendung jederzeit bei TV Now zu sehen

Quelle: ntv.de, ftü