Wirtschaft

BER braucht neuen Chef Delius bringt Amann ins Gespräch

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Horst Amann überwarf sich mit Hartmut Mehdorn, jetzt könnte er wieder eine Zukunft am BER haben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Man sieht sich immer zwei Mal im Leben: Das könnte auch für den BER und dessen ehemaligen Technikchef Horst Amann gelten. Denn nach dem angekündigten Abgang von Chef Hartmut Mehdorn fällt bei der Suche nach einem Nachfolger nun auch der Name Amann.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Chef des Hauptstadtflughafens BER, Hartmut Mehdorn, kommt ein kurioser Vorschlag aus den Reihen der Piratenpartei. Der Vorsitzende des BER-Untersuchungsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Martin Delius, sagte der "Bild"-Zeitung, er könne sich Horst Amann an der Spitze des Pannenunternehmens vorstellen.

Amann ist ein alter Bekannter am BER. Mehdorn enthob ihn im November 2013 seines Postens als Technikchef, nachdem es zu Meinungsverschiedenheiten gekommen war. Amann ließ sich zwar auf einen Aufhebungsvertrag ein, bestand laut Medien jedoch bis 2017 auf Fortzahlung seines Gehalts von rund 300.000 Euro pro Jahr.

Delius rechtfertigte seinen Vorstoß: "Amann kennt die Baustelle. Und wir brauchen eine schnelle Entscheidung, sonst wackelt auch der BER-Start Ende 2017." Dem Piratenpolitiker schwebt eine Doppelspitze vor mit Amann als Planungschef und einem weiteren Manager als Chef für den Flugbetrieb.

Weder die Flughafengesellschaft noch Amann selbst äußerten sich bislang zu der Idee. Der neue Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller dagegen, ist grundsätzlich dafür offen: "Man muss den Kopf frei machen, über jede Variante reden", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Mehdorn hatte am Montag verkündet, spätestens zum 30. Juni 2015 seinen Posten aufgeben zu wollen, den er im März 2013 übernommen hatte. Er klagte anschließend über Mobbing durch den Aufsichtsrat, dem er vorwarf, öffentlich über seine Person und Arbeit diskutiert zu haben.

Quelle: n-tv.de, jog

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