Wirtschaft

Kein Ende in Sicht Delta verliert 60 Millionen Dollar am Tag

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Wie bei den meisten anderen Airlines bleibt auch bei Delta im Moment der Großteil der Flotte am Boden.

(Foto: REUTERS)

In einem Memo an die Beschäfigten zeichnet der Chef von Delta Air ein dramatisches Bild der Lage. Statt 600.000 Passagieren am Tag befördere man derzeit nur 38.000. Und die bisher angekündigten Staatshilfen würden bei weitem nicht ausreichen.

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines rechnet wegen der Corona-Krise mit einem Umsatzrückgang um 90 Prozent im zweiten Quartal. Konzernchef Ed Bastian bereitete die Mitarbeiter am Freitag (Ortszeit) in einem Memo auf harte Zeiten vor: Delta verliere derzeit jeden Tag mehr als 60 Millionen Dollar (55,5 Mio Euro), doch die Situation dürfte sich noch weiter verschlimmern.

Delta Air Lines
Delta Air Lines 31,15

"Ich wünschte, ich könnte voraussagen, dass es bald endet", erklärte Bastian. "Doch die Realität ist, dass wir einfach nicht wissen, wie lange es dauert, bis das Virus eingedämmt ist und die Kunden wieder bereit sind zu fliegen." Am Samstag habe Delta rund 38.000 Passagiere gehabt, normalerweise seien es zu dieser Jahreszeit ungefähr 600.000. Die bisher beantragten US-Staatshilfen seien nicht ansatzweise genug, um das Unternehmen über Wasser zu halten, warnte der Delta-Chef. Ohne drastische Sparmaßnahmen und zusätzliche Finanzmittel würde das Geld im Juni ausgehen.

Die Luftfahrtbranche ist einer der am stärksten von der Corona-Pandemie getroffenen Wirtschaftszweige. Als wäre die Lage nicht schon kritisch genug, machte auch noch die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway von Staranleger Warren Buffett bekannt, ihre Beteiligung an Delta diese Woche um 18 Prozent reduziert zu haben. Die Aktie stürzte nachbörslich um über elf Prozent ab. Im vergangenen Monat war der Kurs um 51 Prozent gesunken.

Quelle: ntv.de, ino/dpa