Wirtschaft

Selfies im GleisbereichDeutsche Bahn zählt mehr Störungen durch Unbefugte auf Gleisen

14.01.2026, 16:35 Uhr
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Selfies wurden zuletzt auch häufiger auf den Gleisen statt nur daneben gemacht. (Foto: picture alliance / Ina Fassbender/dpa)

Immer häufiger sind Unbefugte auf Zugschienen unterwegs. Die Bahn beobachtet ein sinkendes Gefahrenbewusstsein bei Jugendlichen - angetrieben durch Mutproben für gefährliche Social-Media-Aufnahmen. Künftig sollen Drohnen frühzeitig Alarm schlagen.

Die Zahl der Betriebsstörungen bei der Deutschen Bahn durch "Personen im Gleis" nimmt zu. Im Jahr 2024 habe der Konzern insgesamt 7265 solcher Fälle registriert, berichtet "The Pioneer". Dies war demnach ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023 mit 6852 Fällen und auch mehr als 2022 (7216). Von Januar bis Ende Mai 2025 seien 3164 Vorfälle gezählt worden, etwas mehr als im Vorjahreszeitraum.

Eine Bahn-Sprecherin verwies laut "The Pioneer" auf sinkendes Gefahrenbewusstsein, eine geringere Hemmschwelle für Regelverstöße und auf die zunehmende Bereitschaft, gefährlichen Trends zu folgen - etwa Selfies im Gleisbereich, insbesondere bei jüngeren Menschen.

Zugleich sei eine flächendeckende und lückenlose Überwachung des zehntausende Kilometer langen Streckennetzes nicht umsetzbar - auch wenn laut Bahn rund 4500 Sicherheitskräfte und zusätzlich 6000 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten für die Bahn im Einsatz seien.

Laut dem Medienbericht werden auch Wärmebildkameras und Geräuschsensoren an Strecken und Abstellanlagen eingesetzt. Die Bahn überfliege dabei ihre Anlagen mit Drohnen. Künftig sollen diese bei einem Alarm der Sensorik automatisiert starten und Bilder in Echtzeit liefern. Damit solle beurteilt werden, ob es sich um Metalldiebe, spielende Kinder oder andere Gefahrenlagen handelt.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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