Panorama

Oberleitung mit 20.000 VoltJugendlicher schlägt beim Schneeräumen auf Stromleitung - tot

12.01.2026, 18:29 Uhr
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Der Jugendliche wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, wo er an seinen Verletzungen erlag (Symbolbild). (Foto: picture alliance/dpa/Freiwillige Feuerwehr Bad Berleburg)

Ein Jugendlicher will eine durchhängende Oberleitung vom Schnee befreien und greift dafür zu einem Hilfsmittel aus Metall - ein fataler Fehler. Schwer verletzt wird er ins Krankenhaus gebracht, doch jede Hilfe kommt zu spät.

Beim Versuch, eine Stromleitung von Schneemassen zu befreien, ist ein Jugendlicher in Oberbayern gestorben. Er habe die durchhängende Leitung auf einem Hof in Kiefersfelden im Landkreis Rosenheim bemerkt, teilte die Polizei mit. Beim Versuch, den Schnee mit einer Teleskop-Astschere aus Metall von der Leitung zu entfernen, sei er durch 20.000 Volt Strom erheblich verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag.

Der Jugendliche, der laut Polizei in Begleitung zweier Freunde war, sei schwer verletzt per Hubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Dort starb er demnach am Sonntag an seinen schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen gehen die Beamten von einem tödlichen Unfall aus. Laut "Bild"-Zeitung soll der Jugendliche 16 Jahre alt gewesen sein - diese Angabe ist jedoch nicht bestätigt.

Die Polizei warnte in diesem Zusammenhang davor, sich in die Nähe durchhängender Stromleitungen zu begeben. "Wer mit diesen mittelbar oder unmittelbar in Kontakt gerät, muss mit schweren bis hin zu tödlichen Verletzungen rechnen", teilten die Beamten mit. "Bereits die Annäherung an Oberleitungen ist extrem gefährlich und die Hochspannung kann zu einem tödlichen Stromschlag führen."

Schnee und Eis haben in den letzten Tagen weite Teile Deutschlands fest im Griff. Besonders im Norden kam es nach dem Wintersturm "Elli" zeitweise zu massiven Störungen im Bahnverkehr, viele Fernverbindungen standen still. In einigen Regionen blieben Schulen für den Präsenzunterricht geschlossen. Auch Flugverbindungen wurden teils gestrichen oder stark verspätet, weil eisige Bedingungen auf Rollwegen und vereiste Flächen das Enteisen erschwerten. Meteorologen warnen weiterhin vor Glatteis und Schnee, da der Deutsche Wetterdienst für weite Teile des Landes winterliche Bedingungen meldet und besonders rutschige Verhältnisse erwartet werden.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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