Wirtschaft

Leichtes Plus zum Vormonat Deutsche Exporte erholen sich nur langsam

66453223.jpg

Während die Ausfuhr nach China im Oktober etwas gestiegen ist, hat sie in die USA deutlich abgenommen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Pandemie bremst "Made in Germany" im Frühjahr aus. Langsamm aber stetig nehmen die Exporte seither wieder zu, liegen aber noch deutlich unter Vorkrisenniveau. Die verschärften Corona-Maßnahmen in vielen Ländern bedrohen zudem den positiven Trend.

Die Exporte aus Deutschland haben trotz anhaltender Erholung das Vorkrisen-Niveau noch nicht erreicht. Die Ausfuhren legten im Oktober im Vergleich zum September um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Mit einem Volumen von 112,0 Milliarden Euro lagen sie allerdings 6,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Gegenüber dem Vorkrisenmonat Februar wurde ein Minus von 6,8 Prozent verzeichnet. Zeitweilige Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr hatten das Geschäft mit "Made in Germany" ausgebremst. Nach der Erholung im Sommer befürchtet die Wirtschaft einen neuerlichen Rückschlag, weil in vielen Ländern die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt wieder verschärft wurden.

Auch Importe hängen zurück

Von Januar bis einschließlich Oktober blieben die deutschen Ausfuhren mit 992,1 Milliarden Euro um 11,2 Prozent unter dem Niveau der ersten zehn Monate des Vorjahres. Die Einfuhren nach Deutschland lagen im Oktober mit 92,7 Milliarden Euro um 5,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Für die ersten zehn Monate ergab sich ein Volumen von 844,0 Milliarden Euro und damit ein Rückgang um 8,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Bei den Ausfuhren gab es im Oktober je nach Handelspartner deutliche Unterschiede: Während Exporte nach China im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro stiegen, nahmen die Ausfuhren in die USA um 10,5 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro ab. Für die Exporte nach Großbritannien verzeichneten die Statistiker einen Rückgang von 11,7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat.

Auch die meisten Importe kamen im Oktober 2020 von China nach Deutschland. Aus der Volksrepublik wurden Waren im Wert von 10,1 Milliarden Euro eingeführt (minus 3,3 Prozent). Die Importe aus den USA sanken um 18,8 Prozent auf einen Wert von 5,8 Milliarden Euro. Die deutschen Importe aus Großbritannien sanken um 17,6 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa/AFP