Wirtschaft

Konsumklima verbessert sich Deutsche kommen wieder in Kauflaune

131503322.jpg

Nicht nur die Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus dämpft die Kauffreude der Deutschen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Läden sind geöffnet, die Regale gefüllt, aber die Kauflaune der Deutschen ist noch nicht wieder auf dem Vor-Krisen-Niveau. Zwar kehren die Verbraucher laut GfK-Prognose langsam wieder in die Innenstädte zurück, doch es gebe nach wie vor Hemmnisse.

Mit Mundschutz shoppen, Abstand halten, um sich nicht mit dem Coronavirus zu infizieren - so richtig einladend sind die Bedingungen beim Einkaufen noch nicht. Doch so langsam erwachen die Verbraucher wieder aus der Corona-Schockstarre, wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilt.

Die Konsumenten blicken offenbar mit mehr Optimismus in die Zukunft und sind bereit, wieder mehr Güter zu kaufen und zu konsumieren. Das zeigt sich laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sowohl an der Konjunktur- und Einkommenserwartung der Befragten als auch an einer gestiegenen Anschaffungsneigung. Für Juli prognostizieren die Marktforscher aus Nürnberg beim Konsumklima einen Wert von minus 9,6 Punkten - neun Punkte mehr als im Juni. Allerdings bleibe die Lage fragil.

Konsumklima im Mai auf Tiefpunkt

Die GfK wertete für die aktuelle Erhebung die Angaben von rund 2000 Verbrauchern in Deutschland aus, die vom 3. bis 15. Juni befragt wurden. Wegen der Coronavirus-Pandemie war das Konsumklima für Mai auf einen historischen Tiefpunkt abgestürzt, zuletzt hatten die Marktforscher aber schon für Juni wieder einen Aufwärtstrend verzeichnet.

Mehr zum Thema

"Das schwache Licht am Ende des Tunnels, das sich bereits im vergangenen Monat abzeichnete, wird offenbar etwas heller", erklärte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Dazu trügen sicherlich auch die umfangreichen Hilfen durch die Konjunkturprogramme wie die Ankündigung einer befristeten Mehrwertsteuersenkung bei.

Dennoch bleibt die Situation den Marktforschern zufolge schwierig - und der Juli-Wert von minus 9,6 Zählern ist immer noch der drittniedrigste Wert, der in der Geschichte des Konsumklimas jemals gemessen wurde. Angesichts einer Rekordzahl an Kurzarbeitern sowie steigender Arbeitslosenzahlen sei die Verunsicherung nach wie vor groß, erklärten die GfK-Forscher. Deutschland befinde sich in einer schweren Rezession. Angst vor Jobverlust sowie Einkommenseinbußen blieben ein "Konsumhemmnis".

Quelle: ntv.de, joh/AFP