Wirtschaft

Lufthansa erlebt Buchungsboom Deutsche zieht es in den Ferien ins Ausland

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Die Buchungen von Flügen nach Übersee sind nach Angaben der Lufthansa in der vergangenen Woche sprunghaft gestiegen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zu Hause ist es nicht immer am schönsten - vor allem, wenn eine Pandemie die Bewegungsfreiheit einschränkt und die Infektionszahlen hoch sind. Viele Deutsche wollen deswegen zum Jahresende ihre Koffer packen. Für die Lufthansa ist das ein Grund zur Freude, für die Bundesregierung nicht.

Viele Deutsche wollen sich trotz der Warnungen aus der Politik offenbar nicht von Auslandsreisen über die Weihnachtsfeiertage abhalten lassen. Die Buchungen von Flügen nach Übersee, aber auch ins europäische Ausland um den Jahreswechsel seien in der vergangenen Woche sprunghaft gestiegen. Sie hätten sich teilweise verfünffacht, teilte die Lufthansa mit. "Die Sehnsucht zu reisen ist weltweit groß", sagte Vorstand Harry Hohmeister. "Sobald Reiserestriktionen fallen, sehen wir einen deutlichen Anstieg der Buchungen."

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Die Lufthansa habe ihren Flugplan rund um Weihnachten und Neujahr deshalb von München und Frankfurt am Main aus deutlich aufgestockt. Besonders gefragt seien etwa Südafrika und Namibia, Ziele auf den Kanarischen Inseln und Madeira im Atlantik, aber auch schneesichere Gebiete in Nordfinnland.

Südafrika hat zwar die Einreisebeschränkungen im November aufgehoben, das Auswärtige Amt warnt aber wegen der Corona-Pandemie weiterhin vor "nicht notwendigen touristischen Reisen" dorthin. Namibia ist von dem Virus kaum betroffen. Die Reisewarnung für Spanien gilt wegen der geringen Infektionsraten nicht für die Kanarischen Inseln. In Finnland warnt das Auswärtige Amt nur vor Reisen in den Großraum Helsinki. Das Land verweigert Touristen aus Staaten wie Deutschland, die stärker von der Pandemie betroffen sind, aber noch bis Mitte Dezember die Einreise.

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Die Bundesregierung fürchtet, dass Urlauber das Coronavirus bei ihrer Rückkehr wieder nach Deutschland einschleppen könnten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte deshalb eine Schließung der Skigebiete in den Alpen bis zum Ende der Weihnachtsferien gefordert.

Quelle: ntv.de, fzö/rts