Wirtschaft

Folgenreiche Engpässe Deutscher Handel außerhalb der EU stagniert

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Der Außenhandel mit Nicht-EU-Ländern ging im September erneut zurück.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Fehlende Rohstoffe, fragile Lieferketten: Deutsche Unternehmen bekommen ihre Produkte schlechter verkauft oder erst gar nicht hergestellt. Zum dritten Mal in Folge sinken die Verkäufe in Länder außerhalb der EU. Zuwächse gibt es allerdings im Geschäft mit den beiden größten Volkswirtschaften.

Materialengpässe und gestörte Lieferketten haben den Absatz deutscher Waren in Länder außerhalb der EU im September den dritten Monat in Folge gedrückt. Sie fielen um 0,4 Prozent geringer aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt vorläufig mitteilte. Im August hatte es ein Minus von 1,3 Prozent gegeben, im Juli sogar von 2,7 Prozent. Trotz der Negativserie liegen die Exporte in diese sogenannten Drittstaaten um 7,1 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland. Rund die Hälfte (47 Prozent) der deutschen Produkte im Export gehen an Kunden in diesen Ländern.

Insgesamt wurden im September Waren im Wert von 52,9 Milliarden Euro in diese Drittstaaten exportiert. Das waren 4,3 Prozent mehr als im September 2020. Wichtigster Kunde blieben einmal mehr die USA: Dorthin wurden Waren im Wert von 10,8 Milliarden Euro verkauft, ein Plus von 15,7 Prozent. Das Geschäft mit der Volksrepublik China wuchs um 1,1 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach Großbritannien brachen dagegen um fast ein Neuntel auf 5,7 Milliarden Euro ein.

Lieferengpässe bei Vorprodukten wie Mikrochips bremsen derzeit Produktion und Warenausfuhren. Dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zufolge können 42 Prozent der Unternehmen aufgrund von Materialmangel bestehende Aufträge nicht abarbeiten. Staus an großen Handelshäfen und fehlende Containerkapazitäten dämpfen zusätzlich. Erschwert werde die Situation noch durch hohe Logistikkosten und ungeklärte Handelsstreitigkeiten, wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) kürzlich betonte.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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