Wirtschaft

Zukäufe und Sonderdividende? Deutz schürt Anlegerfantasie

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Die Aktien des Motorenbauers Deutz sind derzeit gefragt.

(Foto: dpa)

Eine dreistellige Millionensumme fließt dem Motorenbauer Deutz in diesem Jahr zu. Spekulationen über Reinvestitionen kochen dadurch hoch. Das gibt dem Aktienkurs einen Schub.

Der Motorenbauer Deutz will die Millioneneinnahmen aus einem Grundstücksverkauf zu einem großen Teil wieder investieren. Dabei habe der Konzern den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts, die Internationalisierung und die Erweiterung seiner Produktpalette im Blick, sagte Vorstandschef Frank Hiller auf der Hauptversammlung des Konzerns: "Akquisitionen möchte ich dabei nicht von vornherein ausschließen. Über allem steht jedoch weiterhin die Sicherung einer starken Bilanz."

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Deutz hat seinen früheren Standort Köln-Deutz an den Düsseldorfer Projektentwickler Gerchgroup verkauft. Dadurch nimmt das SDax-Unternehmen im laufenden Jahr rund 125 Millionen Euro ein, in den kommenden Jahren könnte noch ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag hinzukommen.

Sonderdividende für Aktionäre?

Bei den Anlegern kamen dieser Schritt und die Ankündigung Hillers offenbar an. Der Aktienkurs sprang in der Spitze mehr als 4 Prozent auf 7,48 Euro an. Am Ende pendelte er um einen Aufschlag von etwa 2,5 Prozent und Kursen von 7,30 Euro. Deutz waren damit der größte Gewinner im Kleinwerteindex SDax.

"Anschlusskäufe", kommentierten Händler. Zwar sei der Verkauf des bisherigen Standorts Köln-Deutz nur ein Vollzug bereits angekündigter Absichten. "Die Aktionäre können nun aber voraussichtlich eine hohe Sonderdividende erwarten", sagte ein Marktteilnehmer.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ/rts